Unsere Urlaubsbücher 2026 (Juli):
Hans Riffel (Hrsg.): Vor der Revolution
Gerade reizt mich das Genre Science-Fiction ganz besonders: Die Autor:innen können ganz eigene Welten mit ganz eigenen Regeln erstellen und das sind oft Entwürfe, von denen man Teile ganz gerne im Hier und Jetzt hätte. Manchmal will man auch unbedingt verhindern, dass diese Regeln ins Hier und Jetzt übergehen. Natürlich gibt es auch technik-lastige SiFi – man denke nur an Perry Rhodan, der sich seit Jahrzehnten hält! – aber selbst die hat, wenn sie halbwegs gut ist, oft einen ethischen oder philosophischen „Bodensatz“.
Seit ein paar Jahren gibt es einen kleinen Verlag, der sich auf SiFi spezialisiert hat. Der Verleger Hans Riffel war in verschiedenen Verlagen als Lektor und Programmleiter tätig (unter anderem bei Klett Cotta, die ein fantastisches Fantasy-Programm haben), außerdem ist er Übersetzer.
Ich stelle Ihnen keinen Roman aus diesem Verlag vor, sondern das Almanach von 2023. Denn da haben Sie nicht nur eine kleine Auswahl von ganz hervorragenden und sehr unterschiedlichen SiFi-Geschichten – sondern Sie finden hier auch Beiträge über die Autor:innen, quasi kleine Biografien. Das ist ausgesprochen reizvoll, weil es den Erzählungen nochmal eine andere Tönung gibt, wenn man genauer weiß, wer das geschrieben hat.
Ich stelle Ihnen keinen Roman aus diesem Verlag vor, sondern das Almanach von 2023. Denn da haben Sie nicht nur eine kleine Auswahl von ganz hervorragenden und sehr unterschiedlichen SiFi-Geschichten – sondern Sie finden hier auch Beiträge über die Autor:innen, quasi kleine Biografien. Das ist ausgesprochen reizvoll, weil es den Erzählungen nochmal eine andere Tönung gibt, wenn man genauer weiß, wer das geschrieben hat.
Von fünf Autor:innen gibt es „nur“ diese Hinführungen – und ja, Bücher dieser Schriftsteller:innen sind nun zum Teil schon auf meinem SuSch oder wandern bald darauf …
Carcosa Verlag, verschiedene Übersetzer:innen, 978-3-910914-08-7, € 18,00
Greta Svensson / Verena Wugeditsch: Ein Sommer auf Kullerö
Sommerferien! Da muss man auf dem Heimweg singen und schreien und sich freuen – das finden die drei Kullerö-Kinder Tilla, ihr Bruder Björn und dessen Freund Oscar. Mehr Kinder gibt es gar nicht auf Kullerö. Die Insel ist ja auch so klein, dass jeder jeden kennt. Und jeder jedem hilft. Das erweist sich als sehr gut, denn in diesem Sommer zieht eine neue Familie zu ihnen: Wille und Agneta haben das alte Hotel gekauft und wollen es renovieren und wiedereröffnen. Sie bringen Kari und Benka mit – und Kari ist tatsächlich in Tillas Alter! Wo Tilla sich schon ganz lange eine beste Freundin wünscht! Aber manchmal ist es gar nicht so einfach, sich anzufreunden. Und vielleicht will Kari ja gar nicht bleiben?
In diesem Buch gibt es ganz viel sommerlichen Kinderalltag – aber auch auf einer so herrlichen Insel wie Kullerö ist es nicht nur schön. Wie Tilla und Kari sich ganz langsam und mit vielen Umwegen anfreunden, wie schmerzhaft es manchmal sein kann, sich alleine zu fühlen, das erzählt Autorin Greta Svensson (die eigentlich Barbara Rose heißt und schon viele, viele tolle Kinderbücher geschrieben hat!) sehr feinfühlig und nachvollziehbar. Dieses Buch tut einfach gut! (Natürlich gibt es auch Kapitel, in denen es wirklich spannend und sogar gefährlich wird.) Die Illustrationen von Verena Wugeditsch sind übrigens absolut entzückend und überhaupt nicht kitschig. Zum Selberlesen ab 8 Jahren, zum Vorlesen ab 5 Jahren.
Coppenrath Verlag, 978-3-649-64546-7, € 15,00
Kurt Prödel: Klapper
Der 15-jährige Klapper hat es nicht leicht: In der Schule von allen anderen wegen seiner ungelenken, linkischen Art verlacht, zieht er sich immer mehr in eine digitale Welt zurück, spielt Games und programmiert auch selber welche. Soziale Kontakte findet er zunehmend schwierig und ist schon froh, wenn er nicht permanent gemobbt wird.
Klappers Welt ändert sich schlagartig, als nach den Sommerferien Vivi-Marie, die „Bär“ genannt werden will, in seine Klasse kommt und sich zielstrebig den freien Platz neben ihm aussucht. Bär ist groß, ruht in sich selbst, lässt sich nichts gefallen und hat sich offenbar ausgerechnet den schüchternen Klapper als Freund ausgesucht. Als Klapper dann noch erfährt, dass Bär ein ebenso großer Computer-Nerd ist, wie er selbst, kann er sein Glück kaum fassen …
Während auf einer zeitlichen Ebene, 2011, die Geschichte von Klapper und Bär erzählt wird, lernen wir auf einer zweiten Ebene, 2025, Klapper als erwachsenen jungen Mann kennen, der in der IT-Abteilung eines Unternehmens arbeitet und in seiner Freizeit nichts anderes tut, als nach seiner verschollenen alten Freundin Bär zu suchen. Schrittweise erfährt man beim Lesen, was damals passiert ist, das die beiden voneinander entfremdet hat.
Der Autor erzählt die Geschichte von Bär und Klapper mit der richtigen Mischung aus Witz und Tragik und fügt den beiden Charakteren immer neue Nuancen hinzu, sodass man der Geschichte der beiden Außenseiter immer weiter folgen möchte.
Ullstein Verlag, 978-3-548-07434-4, € 13,99
(Ralf Schwob)
Chloe Dalton: Hase und ich
Chloe Dalton lebt in England in einer alten umgebauten Scheune. Bei einem ihrer täglichen Spaziergänge findet sie ein Hasenjunges mitten auf dem Weg. (Hasenkinder verbleiben normalerweise den ganzen Tag in der Kuhle, die ihre Mutter für sie gemacht hat, erst am Abend kommt diese zurück und versorgt ihr Junges wieder. Das ist zum Schutz der Jungtiere, denn erwachsene Hasen sind zwar unglaublich schnell, Jungtiere aber nicht, Fraßfeinden fielen sie sehr leicht zum Opfer. Auch die Kälte und wir Menschen sind eine Gefahr für kleine Hasen.) Als Dalton nach mehreren Stunden denselben Weg zurückgeht, sitzt es immer noch da, ziemlich gut sichtbar und ungeschützt vor der Kälte. Sie entscheidet sich, es mit nach Hause zu nehmen, fasst es extra nicht direkt an, um keinen Geruch zu übertragen – sie möchte es am Abend wieder dorthin setzten, damit seine Mutter es finden kann. Doch der Wildheger, den sie am Abend um Rat fragt, macht ihr sehr schnell klar, dass das nichts werden wird. Und sie diesen Hasen vermutlich auch nicht selbst großziehen kann, davon hätte er noch nie gehört …
Dalton macht sich trotzdem auf die Suche nach Fachwissen über Hasen und muss feststellen, dass das unglaublich schwierig ist – die einzige Hilfe für die Umstellung von Milch auf feste Kost liefert ihr zum Beispiel ein Dichter des 18. Jahrhunderts. Ihr Ziel ist stets, aus Hase KEIN Haustier zu machen, sondern ihn so wild sein zu lassen, wie er sein möchte. Das ist ein ständiges Beobachten und Lernen, Ausprobieren – und den Hasen machen lassen.
Falls Sie sich fragen, warum Sie ein Buch über einen Hasen lesen sollen: Es ist herzerwärmend, es ist poetisch – und man lernt unglaublich viel über die Natur und ihre Mechanismen. Dalton legt keinen rosa Glitzer über die Natur und trotzdem liest man dieses Buch mit großer Freude und auch Ehrfurcht, den sie ist einfach eine wunderbare Erzählerin.
Clara Dupont-Monod: Brüderchen
Ein kleines Dorf in den Cevennen, jeder kennt jeden, es gibt festgefügte Regeln fürs Miteinander – dazu zählen gemeinsame Weihnachtsfeiern genauso wie gegenseitige Besuche. Bisher besteht die Familie auf einem der Höfe aus den Eltern, einem großen Bruder und einer kleinen Schwester. Die Freude ist groß, als ein weiterer Junge geboren wird. Doch nach ungefähr einem Jahr und vielen Besuchen bei Ärzten ist klar: Dieses Kind wird tatsächlich nie sehen können, nie laufen, nie reden. Das verändert den großen Bruder, der bei Besuchen und Feiern bisher der Anführer der Kinderschar war, er wird zum Beschützer und Versorger nur dieses einen Kindes. Und von einer kleinen Schwester, die mit der Situation weit weniger gut zurechtkommt, als ihr großer Bruder. Wir lesen vom größer und älter werden aller drei, vom Alltag, von den Schwierigkeiten der Eltern, angemessene Hilfe zu bekommen.
Erzählt ist dieser beeindruckende Familienroman aus drei Perspektiven: Erst die des großen Bruders, dann die der Tochter und zum Schluss aus der des nachgeborenen, vierten Kindes. Alle Perspektiven sind ganz unterschiedlich und nachvollziehbar - das liegt sicherlich nicht nur am Stil, sondern auch an der Biografie der Autorin selbst.
Ich habe das Buch ausgesprochen gerne gelesen, auch wenn das kein Wohlfühlbuch ist. Eher eine Geschichte von Menschen, die mit großen Schwierigkeiten umgehen müssen und es alle in irgendeiner Form auch schaffen. Nicht gleich und nicht alleine – so wie das im echten Leben ja auch ist.
Anja Marschall: Tod am Nord-Ostsee-Kanal
Hauke Sötje gehört zur neu gegründeten Kriminalpolizei in Kiel. Sein Vorgesetzter Bahnsen hat ihn zur Aufsicht auf dem Marktplatz bestellt und dort beobachtet einen Mord: Ein Unbekannter erschießt einen demonstrierenden Sozialisten, Sötje setzt ihm nach, gerät in einen Hinterhalt und wird niedergeschlagen. Als die Kollegen ihn finden, stinkt er so nach Alkohol, dass sie ihn für betrunken halten und ihn mit in die Ausnüchterungszelle nehmen. Sötje kann das nicht auf sich sitzen lassen – doch niemand glaubt ihm seine Beobachtungen, stattdessen wird er von Bahnsen (straf-)versetzt. Dort soll er einen Unfall dokumentieren. Doch Hauke Sötje lässt sich nicht vorschreiben, wie ein Ermittlungsergebnis zu sein hat. Und so reist er also ans andere Ende des gerade entstehenden Nord-Ostsee-Kanals und stellt im Grunde innerhalb der ersten halben Stunde dort fest, dass das kein Unfall gewesen sein kann …
Mich hat, neben der spannenden und nicht vorhersehbaren Krimihandlung, fasziniert, wie viel Infos über wichtige geschichtliche Ereignisse man so „nebenbei“ in einen guten Kriminalroman einbauen kann: ich habe viel gelernt über die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Politik, aber auch über das Bauwesen vor 130 Jahren. All das hat den Roman noch ein wenig interessanter gemacht, als er eh‘ schon ist.
Das hier ist nicht der erste Band der Hauke-Sötje-Reihe, sondern der zweite: Ich habe nach dem gegriffen, was mich interessiert hat. Wer das ganz ordentlich machen möchte, sollte mit Band eins (Feuer in der Hafenstadt) anfangen.
Emons, 978-3-7408-1016-0, € 12,00
Faßbender, Daniel: Heaven's Gate. Ein Fall für Caruso
Sonne, weiße, von Palmen gesäumte Sandstrände, Lagunen, türkisfarbenes Wasser und romantische Sonnenuntergänge – die fiktive philippinische Insel Surogao scheint zunächst wie ein tropisches Idyll. Doch Daniel Faßbenders Surf-Noir-Roman “Heaven's Gate“ macht schnell deutlich, dass selbst die entlegensten Paradiese nicht von den Verwerfungen einer globalisierten Welt verschont bleiben. Von den Abgründen – Übertourismus, Umweltverschmutzung und den Folgen eines international agierenden Drogenhandels, die mit den Prozessen der Globalisierung Einzug auf die Insel gehalten haben – erzählt Daniel Faßbenders Surf-Noir-Krimi „Heaven's Gate“.
Im Mittelpunkt steht Caruso, ein ehemaliger Profi-Surfer, der fortwährend finanziell und persönlich scheitert. Mit Gelegenheitsaufträgen hält er sich über Wasser, während er dem Mythos der perfekten Welle nachjagt. Erst der Auftrag der reichen Erbin Angel, ihren verschwundenen Sohn zu finden, reißt ihn aus seiner Lethargie. Was als Vermisstensuche beginnt, entwickelt sich rasch zu einem Geflecht aus Gewalt, Korruption und politischen Intrigen. Zum eigenwilligen Figurenensemble gehören unter anderem eine Prostituierte, ein Hacker und Umweltaktivist*innen, deren (Nackt-)Proteste die sozialen Spannungen der Insel sichtbar machen.
Dabei vermeidet Faßbender die naheliegende Versuchung, aus Caruso lediglich einen weiteren desillusionierten Antihelden in der Lebenskrise zu machen. Stattdessen zeichnet er seine oftmals tragischen Figuren mit feiner Ironie und einem Gespür für ihre Widersprüche. Insbesondere deren Brüche verleihen ihnen Glaubwürdigkeit.
Die eigentliche Stärke des Romans liegt jedoch in seiner Atmosphäre. Durch die dichten Beschreibungen der Gerüche, der Landschaft, der Straßen und des allgegenwärtigen Motorrollerlärms bekommt man das Gefühl, den Schweiß, den Schmutz, das Salzwasser, den Alkohol und die drückende Schwüle selbst auf der Haut und der Zunge zu spüren. Auch die Erzählgeschwindigkeit trägt dazu bei: Die Handlung beginnt ruhig, gewinnt aber zunehmend an Tempo, bis sich die Ereignisse gegen Ende regelrecht überschlagen.
Faßbender schafft es nicht nur einen spannenden und actionreichen Krimi zu erzählen – was er zweifellos tut –, sondern zugleich politische, soziale und historische Zusammenhänge beiläufig und ohne erhobenen Zeigefinger zu thematisieren. Er macht klar, dass Probleme des Drogenhandels oder des umweltschädlichen Tourismus nicht isoliert existieren, sondern eng mit globalen sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen verknüpft sind.
Damit knüpft Faßbender an die Tradition klassischer Noir-Autoren wie Raymond Chandler oder Jörg Fauser an, verlegt deren düsteren Blick auf die Verhältnisse jedoch in das ungewöhnliche Setting einer philippinischen Insel. Wer also einen atmosphärisch dichten, zugleich aber angenehm leichtfüßigen Krimi lesen möchte, wer Freude an schrägen Figuren hat oder einfach gerne von Wellen, tropischen Landschaften und den Schattenseiten des Paradieses liest, dem sei „Heaven's Gate“ von Daniel Faßbender wärmstens empfohlen.
Diogenes Verlag, ISBN 978-3-257-30118-2, € 19,00
(Tim Brückmann)
C. M. Ewan: Die Fremden
Ben und Abi verbringen ein entspanntes Wochenende in einem Resort in Cornwall, bis Ben, ein aufstrebender junger Anwalt, zurück nach London in die Kanzlei beordert wird. Die Stimmung bei seiner Frau, Abi, sinkt damit auf den Tiefpunkt, sie hat es satt, ständig hinter den Beruf ihres Mannes zurücktreten zu müssen.
Die Stimmung im Auto ist also denkbar schlecht, als die beiden auf dunklen und nebligen Straßen zurück in die Stadt fahren. Als vor ihnen auf der Straße eine Gestalt auftaucht, kann Abi gerade noch ausweichen. Kurze Zeit später sehen sie eine Frau mit einer Babyschale neben einem liegengeblieben BMW stehen und halten an.
Die Frau, Samantha, hat sich an der Hand verletzt und der Mann, den Abi beinahe überfahren hat, stellt sich als ihr Ehemann, Paul, heraus. Dieser wirkt äußerst angespannt und nervös, aber dennoch nehmen Abi und Ben das Paar mit, damit Samanthas Verletzung in einer Notaufnahme behandelt werden kann.
Auf der Fahrt versucht Samantha Abi offenbar Zeichen zu geben und Paul wird immer gereizter. Irgendetwas stimmt mit diesem Paar nicht und warum gibt das Baby in der Schale eigentlich die ganze Zeit keinen Laut von sich?
Der Autor ist Spezialist für Thriller, in denen sich eine Alltagssituation Schritt für Schritt in einen Alptraum verwandelt. Nichts ist so wie es scheint und jede neue Wendung wirft neue Frage auf, sodass die Spannung des Romans an keiner Stelle nachlässt.
Blanvalet Verlag, übersetzt von Bettina Spangler, 978-3-7645-0957-6, € 17,00
(Ralf Schwob)
Paul Bokowski: Hauptsache nichts mit Menschen
Paul Bokowski ist Lesebühnen-Autor und Poetry Slammer. Seine in diesem Buch versammelten Texte wurden daher ursprünglich für den mündlichen Vortrag konzipiert, lassen sich aber auch sehr gut selbst lesen. Der Autor hat die Fähigkeit, uns beim Lesen sofort Stimmen ins Ohr zu zaubern, denn viele seiner Texte sind dialogisch oder monologisch aufgebaut.
Bokowski erzählt Alltagsgeschichten, manche sind lediglich mehrzeilige Tagebucheinträge, andere seitenlange Dialoge oder Stories, die Schritt für Schritt vom Banalen ins Groteske kippen. Dabei besticht der Autor durch eine sehr genaue Beobachtungsgabe, mit der er die Abgründe und Widrigkeiten im „normalen“ Leben aufspürt und uns vorführt.
Bokowski berichtet über die Schwierigkeiten beim Abmelden eines Newsletters und die Probleme mit seiner Mutter, seit diese Facebook für sich entdeckt hat. Er persifliert genüsslich literarische Klassiker (Der Versuch der alten Dame) und landet versehentlich auf der Weihnachtsfeier eines Ikea-Teams. Kurzweilige Einlassungen in den alltäglichen Wahnsinn, die man auch einfach mal zwischen durch lesen kann.
(Ralf Schwob)