Sachbuch Lieblinge 2025 - 2024 - Buchhandlung und Verlag Bornhofen in Gernsheim am Rhein

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Unsere Sachbuch-Lieblinge in 2024:
Walter Trier: V for Victory

Vielleicht sagt Ihnen der Namen Walter Trier nichts – aber ich bin sicher, dass Sie schon Zeichnungen von ihm gesehen haben: Eigentlich alle Kinderbücher von Erich  Kästner hat Walter Trier illustriert. Heute ist der Name Kästner ungleich bekannter, doch zum Beginn der Zusammenarbeit war Trier der Prominente. Seine Bildgestaltung und die leuchtenden Farben sind unverkennbar – aber vor allem zeichnete ihn die Fähigkeit aus, mit wenigen Pinselstrichen Menschen eindeutig zu charakterisieren und Umstände deutlich zu machen. In der Weimarer Republik war Trier auch für seine politischen Satiren bekannt, was ab 1933 zu vielen Umzügen und schließlich 1936 zur Flucht nach London führte. Auch hier nutzte er sein Können hauptsächlich für Satire.

„V for Victory“ wurde in seinem Nachlass entdeckt. Obwohl es eine Vielzahl von Flugblättern gab, die in Großbritannien erstellt und gedruckt wurden, um sie über Hitler-Deutschland abzuwerfen, scheint Triers Faltblatt nicht aus diesem Grund entstanden zu sein – die Botschaft „wir werden überdauern“ ist deutlich subtiler als das damals übliche „wir werden Euch vernichten“. Der erste Teil ist eine kurze Analyse der V-Bildreihe. Darüber hinaus finden sich in dem hier empfohlenen Buch eine kurze Biografie sowie viele Illustrationen von Walter Trier und es lohnt sich, es immer wieder hervorzuholen.

Favoritenpresse, 978-3-96849-094-6, € 14,00

Martin Klingst: „100 Seiten Menschenrechte“

„Wenn Demokratien die Menschenrechte nicht einhalten, wer sollte sie dann noch achten? Vor allem um auf dies Problematik aufmerksam zu machen, schreibe ich dieses Buch.“ So steht es auf der Rückseite des Buches von Martin Klingst. Zum 75. Geburtstag der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ am 10. Dezember 2023 schien es mir passend, mich näher mit dem Thema zu befassen – und mit der Reihe „100 Seiten“ des Reclam-Verlages habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Der Reihentitel ist Programm, wir Leser*innen erhalten trotz der Kürze aber alle relevanten Informationen zur jeweiligen Materie. Die Auswahl der Titel ist groß und geht von „ABBA“ über „Astrophysik“ und „Mittelalter“ bis „Wasser“.

Klug ist auch dieses Buch hier: Klingst zählt die Menschenrechte nicht einfach auf oder liefert kurze Erläuterungen zu den einzelnen Punkten. Vielmehr beschreibt er die historische Entwicklung – um dann darauf einzugehen, was in den letzten 75 Jahren passiert ist. Er stellt dar, welche Schwierigkeiten es gab und gibt, wie dagegen angegangen werden kann. Und auch, wieso wir uns die Allgemeingültigkeit immer wieder ins Gedächtnis rufen müssen. Besonders interessant fand ich darüber hinaus, dass auch ein „zuviel“, eine Überfrachtung, nicht dienlich ist. Der Klappentext schließt: „Die Menschenrechte müssen stets aufs Neue errungen und verteidigt werden.“ Und genau das macht der Jurist und Journalist Martin Klingst sehr deutlich.

Reclam Verlag, 978-3-15-020422-1, € 10,00

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