Historisches 2018 - BUCHHANDLUNG

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unsere Historischen Lieblinge in 2018:
Anders

Schon als Kind war Charles Rennie Macintosh anders als seine Geschwister und Alterskameraden – wenn diese rennen und spielen wollten, suchte er versteckte Ecken. Ein Fußballspiel war kein schönes Erlebnis für ihn, sondern Grund für eine wirkliche Krise. Und die Besuche im väterlichen Garten dienten nicht der Muße oder der Gärtnerei, sondern dem leidenschaftlichen Zeichnen von Blumen. Nach dem Besuch der Glasgow School of Art und einem Studium der Architektur nutzte Macintosh seine Fähigkeiten dazu, die prägenden Strukturen alter schottischer Architektur ins Ende des 19ten Jahrhundert zu überführen und stand wiederum fast alleine da, denn die anderen Architekten bauten im Stile des europäischen Kontinents … Und doch ist es gerade Charles Rennie Macintosh, der prägende Architektur, wunderschöne, wohnliche Möbel und faszinierende Gemälde schuf – im Grunde ist seine Kunst die schottische Antwort auf den Jugendstil.
Karen Grol hat einen hochinteressanten, lesenswerten Roman über den schottischen Ausnahmekünstler, der von seinen Freunden Tosh genannt wurde, und seine Zeit geschrieben. Ihr Tosh ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, voller Gefühle und Unsicherheiten, mit klarem Blick für Formen und Nutzungen, ein wirklicher Allrounder ohne gesellschaftliche Anerkennung. Aber auch ein Liebender, ein Starrkopf und ein zuverlässiger Freund, der Dinge, die ihm wichtig waren, nie aus dem Auge verlor.

Karen Grol: „Mackintoshs Atem“, Verlag Stories & Friends, € 22,00, 978-3-942181-87-7

Tod einer Kaiserin

Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn starb am 10. September 1898 durch die Hand des mittelosen Arbeiters Luigi Lucheni, er stach ihr mit einer Feile direkt ins Herz, so geschickt, dass sie noch weiterging und ihr Schiff bestieg. Als er festgenommen wurde, rühmte er sich der Tat und pries die Anarchie.

Soweit die Fakten. Uwe Klausner macht daraus einen spannenden historischen Kriminalroman: Er schickt den Reporter Cesare Monteverdi an die Uferpromenade, an der die Kaiserin erwartet wird und lässt ihn wenige Minuten vor dem Attentat eine Aufnahme machen. Als das Foto entwickelt ist, sieht man darauf nicht nur Lucheni – man sieht ihn im Gespräch mit einer zweiten Person. Anstatt die wichtigste Aufnahme seiner Laufbahn vorweisen zu können, muss Cesare nun um sein Leben fürchten. Und um das seines Freundes Auguste Beaulieu dazu …

Außer der Kriminalhandlung lässt Klausner immer wieder die Hofdame Irma Szataray zu Wort kommen und wir Leser bekommen dadurch einen tieferen Einblick in Kaiserin Elisabeths Leben - ein Leben, das so ganz anders war, als uns die Sissi-Filme glauben machen wollen.

Uwe Klausner: „Sisis letzte Reise“, Gmeiner Verlag, € 978-3-8392-2261-4, € 14,00, eBook € 10,99   

Erzählte Geschichte

Piet van Leeuwen ist kleinwüchsig - kein leichter Start ins Leben. Und doch kehrt er als gemachter Mann in die Stadt seiner Kindheit, Amsterdam, zurück und eröffnet eine Stoffhandlung; die feinsten Stoffe von ganz Amsterdam sind bei ihm zu bekommen. Aber eigentlich gilt seine Leidenschaft der Naturwissenschaft: Seine Augen sind von so großer Sehkraft, dass er sehr viel mehr sieht als andere Menschen. Und die noch kleineren Dinge, die will er mit Hilfe der Gerätschaften im Hinterzimmer entdecken ...
Es ist kein Sachbuch, dass Stefan Schmortte über die Erfindung des Mikroskops verfasst hat, sondern ein wunderbar mitreißender Roman mit viel historisch belegten Details - zweifellos steckte sehr viel Arbeit in der Recherche. Genau deswegen tauchen wir Leser so tief ein ins siebzehnte Jahrhundert, in eine Welt, die noch gefangen ist zwischen Aberglauben und Wissenschaft. Schmortte gelingt es, diese Welt plastisch und nachvollziehbar darzustellen, sein Piet ist genauso lebendig wie dessen Geliebte Carla und die Freunde, die Piets Versuchen durchaus zwiespältig gegenüberstehen. Leseempfehlung!

Stefan Schmortte: "Die Enthüllung der Welt - Die Geschichte einer Leidenschaft", Lago Verlag, HC € 24,99, eBook € 9,99, ISBN 978-3-957611-75-8   
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