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Lieblinge
Lieblinge des Monats August.

Abgründig

Heinrich Archer, genannt Hades, hat schon so manche Leiche verschwinden lassen. Doch die beiden Kinder, die ihm nach einer völlig missglückten Entführung gebracht werden, die will er ordentlich beerdigen und ihre Mörder richten. Allerdings stellt er fest, dass die beiden keineswegs tot sind, sondern schwer verletzt, sie überleben und er wird ihr Ziehvater. Zwanzig Jahre später sind sie Polizeibeamte mit gefährlichem Hang zur Selbstjustiz: Eden ist hart und kalkulierend, aber manchmal völlig unerwartet zugänglich, Eric hingegen ist arrogant, brutal und zynisch. Im Dezernat haben sie, auch wegen ihrer Erfolge, nahezu Narrenfreiheit – doch als Frank Bennett neu dazu kommt, werden die Karten neu gemischt …
 
Zwei schwer traumatisierte Kinder, die vom „Herrn der Unterwelt“ aufgezogen werden. Ein Cop mit neuem Aufgabengebiet, einer harten, klugen Partnerin und Kollegen mit Hang zur Gewalt. Viele Tote und ein kalt kalkulierender Mörder. „Hades“ ist ein Thriller, der tief in menschliche Abgründe sieht, da gibt es keine Beschreibung zu viel und keine zu wenig. Die Figuren sind lebhaft gezeichnet, auch da gibt es kein falsches Wort. Und die eigentliche Kriminalstory ist so nachvollziehbar wie erschreckend.

Candice Fox: „Hades – Band 1 der Trilogie“, Suhrkamp Verlag, PB € 14,99, eBook € 12,99

Berührend

Hauke erfährt am Sterbebett seines geliebten Großvaters von dessen Aufgabe im zweiten Weltkrieg: Er registrierte Juden vor dem Transport in die KZs. Aber auch von dessen großer Liebe und einer gemeinsamen Tochter, beide hat er sitzenlassen und den strafenden, verletzenden Taten der Nachbarn ausgesetzt. Auch wenn Hauke das zutiefst erschreckt, sieht er es als seine Pflicht, des Großvaters Schuld ein winziges Stück auszugleichen, zumindest dessen Mitwirkung bei der Konfiszierung von Fahrrädern. Und so macht er sich, gemeinsam mit seinen beiden besten Freunden auf den Weg, „die Fietse terug“ zu geben. Er startet einen großen Aufruf – und schon bald reisen ganz unterschiedliche Menschen mit ihm. Menschen mit ganz verschiedenen, oft schmerzhaften Geschichten. Hauke erfährt, und wir Leser ebenso, dass es notwendig ist, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen, auch wenn die Verletzungen und Ängste riesengroß sind.
 
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges konfiszierten die deutschen Soldaten die Fahrräder in den besetzten Niederlanden. Das war schwerwiegend, weil die Fahrräder essenziell für die Überwindung langer Strecken, besonders zur Nahrungsbeschaffung waren, aber auch, weil sie einen so hohen Stellenwert im Selbstgefühl der Niederländer hatten und noch haben. Jochen Baier nimmt dieses historische Ereignis zum „Aufhänger“ für seinen flüssig zu lesenden Roman. Sein Personal hat keine Angst vor schmerzhaften Erinnerungen und unangenehmen Gefühlen – dadurch erfahren wir Leser eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Kriegsbiografien. Baier gelingt dabei eine Gratwanderung, er erzählt ohne zu werten aber auch ohne das Leid der Opfer kleinzureden. Heftige Leseempfehlung.

Jochen Baier: „Fahrräder für Utrecht“, Verlag LangenMüller, PB € 16,90

Praktisch

Erfahrene Gärtner lernen beim Lesen von „Wird das was – oder kann das weg?“ vielleicht nicht mehr wirklich viel. Für alle anderen ist das schmale Buch ein Grundlagenwerk – äußerst übersichtlich werden 100 (Un)Kräuter dargestellt und zwar, das ist die Besonderheit, mit jeweils drei Fotos, auf denen die Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien abgebildet sind, sowie mit Erläuterungen, die zeitlich gestaffelt sind.
 
Im kurzen Steckbrief steht alles Wichtige, die abgebildeten Symbole zeigen auf Anhieb alles Beachtenswerte und sowieso ist das sehr übersichtlich dargestellt: Ist die Pflanze essbar und falls ja, wie? Oder ungenießbar bzw. sogar leicht oder sehr giftig? Invasiv oder besonders zu schützen? Gut für Bienen? Vielleicht sogar für die Vase geeignet? Kann oder sollte man sie zwischenzeitlich umpflanzen (wenn sie, wie zum Beispiel die Glockenblumen, erwünschte Zierpflanzen sind)?
 
Alle diese Fragen beantwortet die Autorin Bärbel Oftring kurz und gut: Sie ist seit vielen Jahren Fachfrau für Bücher rund um Natur und Garten, auch ihre Kinder-Naturführer sind absolut empfehlenswert.

Bärbel Oftring: „Wird das was – oder kann das weg?“, Kosmos Verlag, € 16,99

Atemraubend

Dev ist ein Einzelgänger. Nicht gerne – aber wie soll es auch anders sein, wo er doch niemals jemandem von seinem zu Hause erzählen darf, geschweige denn jemanden mitbringen. Außerdem weiß er in den Naturwissenschaften mehr als die Lehrer (die meisten anderen Fächer interessieren ihn nicht die Bohne) und seine Mitschüler halten ihn darum für einen unerträglichen Streber. Bis Lottie (genannt Lot) und Mason ihre Neugierde nicht mehr bezwingen können und Dev auf der Farm besuchen. Blöd nur, dass das genau der Tag ist, an dem die Schergen der „Shadow Helix“ die Farm entern – denn darunter befindet sich ein riesengroßes Lager, randvoll mit den gefährlichsten Erfindungen. Und so sind Dev, Lot und Mason im Zentrum eines bedrohlichen Angriffs …
 
„Inventory – Tresor der gefährlichen Erfindungen“ ist der erste Band rund um Dev, Lot und Mason sowie Devs Onkel und das „Welt-Konsortium“. Ich verspreche, dass beim Lesen dieses hochspannenden Agentenromans (für alle ab 10 Jahren) die Zeit wie im Fluge vergehen wird – und dann ist es auch schon bald Frühjahr 2018 und Band 2 folgt. Ganz nebenbei lernen wir Leser übrigens auch noch so einiges über physikalische Grundprinzipien.
Andy Briggs. „Inventory – Tresor der gefährlichen Erfindungen“, Arena Verlag, € 9,99, eBook € 9,99

Piratengeschichten

Kapitän Flitschauge ist es leid. Als seine Mannschaft wieder einmal meutert, wirft er sie kurzerhand über Bord und schickt ein Rettungsboot hinterher. Als es ihm nach ein paar Tagen gerade langweilig zu werden beginnt, rammt ein Kochtopf sein Schiff Sturmhölle, ein Kochtopf mit einem Menschen drinnen. Kaum ist das Gespann an Bord, kommt auf einer breiten Holzplanke der nächste an. Und schon hat Flitschauge wieder eine Mannschaft: Gräte, den Koch und Bumskopp, gelernter dritter Pirat. Dass die beiden sich nicht leiden können, das liegt vielleicht an ihren unterschiedlichen Charakteren. Vielleicht aber auch daran, dass die Seegurke, das Schiff von Gräte für den Untergang der Seewespe, des Schiffes von Bumskopp verantwortlich ist. Bald finden die drei eine Schatzkarte und kurz darauf sind sie auf dem Weg zu einer geheimnisvollen kleinen Insel. Wenn nur Gräte und Bumskopp nicht so unvernünftige gefährliche Ideen hätten! Der Kapitän hat jedenfalls alle Hände voll zu tun, seine Sturmhölle durch ihr Chaos zu lotsen …
 
Piratengeschichten sind immer eine Herausforderung: Sie dürfen nicht „niedlich“ sein, für die junge Zielgruppe aber auch nicht zu gefährlich. Diese Balance gelingt Wilhelm Nünnrich sehr gut – und die pfiffigen Illustrationen von Thomas Dähne machen das Buch zu einem wirklichen Lieblingsbuch. Die 18 kurzen Kapitel sind bestens geeignet zum Vorlesen und für geübte Erstleser (der Druck ist relativ klein). Und die Piratenlieder auf der beiligenden CD eine lustige Ergänzung.

Wilhelm Nünnrich: „Die unsinkbaren Drei“, cbj Verlag, HC € 14,99, eBook € 9,99

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