Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Lieblinge
Lieblinge des Monats Mai.

Zahlenrätsel ohne Zahlen?

In der Zauberschule herrscht Chaos: Es gibt keine Zahlen mehr! Nirgends! Keine Zahlen an den Klassentüren, keine Seitenangaben in den Büchern und zum Rechnen sowieso nichts. Das könnte ja ganz schön sein, finden zumindest Marlon und Elmar, blöd ist nur, dass ohne Zahlen auch fast kein Zauberspruch funktioniert. Und Clarissa, Marlons Zwillingsschwester, findet es ganz besonders doof, denn Rechnen ist ihr Lieblingsfach. Außerdem sind plötzlich überall Zaubertiere, solche, die eigentlich als ausgestorben gelten! Seltsam. Weil die Direktorin schon weiß, dass sie zuverlässig und pfiffig sind, beauftragt sie die drei damit, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Ein reichlich gefährliches Abenteuer beginnt.

Ina Krabbes kleine Krimireihe rund um Clarissa, Marlon und Elmar ist einzigartig: Die Geschichten sind verspielt, sehr spannend, zauberisch – und haben ganz ungewöhnliche Rätsel (mitsamt den Lösungen) ins Geschehen integriert. Man muss sich ein wenig daran gewöhnen, aber das fällt wegen der interessanten Handlung leicht, und dann wird man mit Rechenrätseln belohnt, die so gar nix mit der üblichen Mathematik zu tun haben. Schön!

Ina Krabbe: „Das magische Minus – Zahlenjagd im Labyrinth“, Südpol Verlag, € 8,90

Von Pakistan nach England

Als Mr B die Eselin sieht, ist es um ihn geschehen: Er springt aus dem Jeep, in dem er gemeinsam mit einem Filmteam unterwegs ist, hechtet zu ihr und kauft sie ihrem bisherigen Besitzer ab. Denn er hat mit einem einzigen Blick gesehen, dass sie noch viel zu jung ist für das kurze, schrecklich harte Schicksal eines Lastenesels in Pakistan und sieht nur diese Möglichkeit, sie diesem Leben zu entreißen. Genauso spontan beschließt er, sie mit nach England zu nehmen, selbstverständlich nicht gemeinsam mit dem Team, das ihm eh‘ nicht wohlgesonnen ist. Und so macht er sich auf den Weg, manchmal zu Fuß, meist mit Bahn oder Lastwagen – immer ist irgendein hilfreicher Mensch zur Stelle …

Brian Sewells Novelle ist wirklich zauberhaft: Ein schrulliger, dickköpfiger Engländer mit großem Herzen rettet eine Eselin, deren Anmut sich erst auf den zweiten Blick erschließt; sie meistern Hitze und Kälte und auch wenn ihm manchmal alles zu viel ist, er lässt sie nicht im Stich. Ganz nebenbei erfahren wir Leser allerlei über die Länder, in denen die beiden unterwegs sind, und über die Menschen dort – sozusagen als Tüpfelchen auf einem wirklich gelungenen I …

Brian Sewell: „Pawlowa oder Wie man eine Eselin um die halbe Welt schmuggelt.“, Insel Verlag, HC € 14,00, eBook € 11,99

Hochgelobt

Letztendlich machen wir uns nicht viel aus Bestsellerlisten. Weil sie erstens, „nur“ die Verkaufszahlen abbilden und nicht die tatsächliche Leserzahl. Und weil es zweitens ein bisschen wie Lotteriespielen ist, man weiß nicht so genau, warum was wie dort landet. Ganz anders ist das natürlich, wenn wir ein Buch auf der Liste entdecken, das wir genauso toll finden, wie der Verkaufsrang es sagt …

So ist das bei Blake Crouchs Science-Fiction-Thriller „Dark Matter – Der Zeitenläufer“: Die Geschichte von Jason, der auf dem Heimweg ist, als jemand „Bist du glücklich?“ in sein Ohr flüstert und in anschließend bewusstlos schlägt, ist tatsächlich sehr spannend und besonders. Als Jason wieder zu sich kommt, ist er in einem Leben, das ihm unbekannt ist, er ist nicht verheiratet und Vater eines Sohnes, sondern ein sehr erfolgreicher Wissenschaftler. Welches Leben möchte er führen? Hat er überhaupt eine Wahl? Sein Kollege jedenfalls scheint alles daran zu setzen, ihn im Labor zu halten. Und wie gefährlich sind die Versuche dort eigentlich? Jason muss sich entscheiden – und er weiß nicht, ob er oder seine Lieben diese Entscheidung überleben werden.

Blake Crouch: „Dark Matter – Der Zeitenläufer“, Goldmann Verlag, € 16,00, eBook € 12,99

Ein neues Zeitalter

Die Welt hatte ihn wegen der Erfindung des Phonographen gefeiert und hielt ihn für den wichtigsten Erfinder. Und doch stand ein Sheriff im Labor in Menlo Park und sollte alles konfiszieren! So griff Thomas Alva Edison zum Strohhalm: Er nahm das Angebot des Bankiers JP Morgan an, die Rechte an der Glühbirne zu kaufen und zu vermarkten. Auch wenn er gehörige Angst vor diesem als rücksichtslos bekannten Mann hatte. Eine Angst, die sich als begründet erwies, denn schon bald befand sich Edison im Wettlauf mit George Westinghouse und Nikola Tesla. Koste es was es wolle musste seine Glühlampe und sein System in New York installiert werden, denn für JP Morgan stand viel zu viel Geld auf dem Spiel. Edison fand eine Möglichkeit Westinghouse zu diskreditieren – sie umzusetzen hieße, die eigenen Prinzipien zu verleugnen, allen voran die Menschlichkeit …
 
Auch wenn es der erste historische Roman ist, den Anthony McCarten geschrieben hat – es ist eindeutig ein McCarten! Auch hier zeichnet er seine Personen sehr plastisch, sozusagen mit Haut und Haar, Gefühl und Verstand und genau das macht diesen Roman absolut lesenswert. Dass wir Leser dabei reichlich mit Technik konfrontiert werden, ist ungewöhnlich aber interessant. Und dass man das Buch auch als Parabel auf die heutige Situation der Banken lesen kann, das macht es nochmal interessanter.

Anthony McCarten: „Licht“, Diogenes Verlag, € 24,00, eBook € 20,99

unsere Lieblinge
Aktuelles und Termine
Service
Archiv
Allgemeines
Belletristik
Bilderbuch
Fantasy
Historisches
Hörbuch
Jugendbuch
Krimi
Literarisches
Regionales
Sachbuch
Urlaubstipps

Mo - Fr 9.00 - 12.30 und 14.00 - 18.30 Uhr   Sa 9.00 - 13.00 Uhr | info@buchhandlung-bornhofen.de
© 2001-2017 Buchhandlung und Verlag Bornhofen | Tel +49 6258 4242 | Fax +49 6258 51777
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü