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Lieblinge
Lieblinge des Monats Juni.

Peter und Pax

Pax und Peter. Seit vier Jahren sind die beiden unzertrennlich: der Fuchs Pax und der 12jährige Peter. Doch jetzt muss Peter Pax im Wald alleine lassen, denn der Vater zieht in den Krieg und Peter soll die nächsten Monate beim Großvater verbringen. Schon am ersten Abend weiß Peter, dass es ein Fehler war, Pax an der alten Fabrik auszusetzen – sie sind schließlich unzertrennlich und nicht zertrennlich! Also macht er sich auf den Weg zurück. Notgedrungen muss er zwischendurch längere Zeit bei der eigenbrötlerischen Vola bleiben, ein Aufenthalt, der ihn Kraft kostet, ihn aber auch einiges lehrt. Wird er Pax finden?
 
„Mein Freund Pax“ ist abwechselnd aus der Sicht des Fuchses (der sich im Laufe der Geschichte anderen Füchsen anschließt und selbständig wird) und der Sicht des Jungen erzählt. Freundschaft und Verantwortung, Krieg, Abschied aber auch friedliches Miteinander sind die Themen, die Sara Pennypacker sehr behutsam und ohne Kitsch in diesem Roman miteinander verwoben hat – in einer Art und Weise, dass Leser ab 10 Jahren sehr mitfühlen und es trotzdem zu bewältigen ist: Dieses Buch hallt lange nach, auch und gerade wegen der beeindruckenden Illustrationen von Jon Klassen.

Sara Pennypacker: „Mein Freund Pax“, Sauerländer Verlag, HC € 16,99, eBook € 14,99, CD € 16,95

Weniger bekannt

Wenn man den Autorennamen Jane Austen hört, hat man sofort die beiden Roman (oder die Filme …) „Stolz und Vorurteil“ und „Verstand und Gefühl“ vor Augen. Genau deshalb stelle ich Ihnen lieber einen anderen Roman dieser großartigen Autorin vor, einen Roman, der regelrecht parodistisch ist und mit recht spitzer Feder den Alltag der Gesellschaftsschicht der Gentry beschreibt: Die Rede ist von „Kloster Northanger“ (oder auch „Die Abtei von Northanger“, die deutschen Verlage haben diesem Roman verschiedene Namen gegeben). Als Austen ihn schrieb, war sie gerade für längere Zeit im Heilbad Bath zu Gast, und die Art und Weise, wie man sich dort zu geben hatte, wie man miteinander umging, die ging ihr wohl ziemlich auf die Nerven.
 
Catherine Morland ist als Gast der reichen Allens in der Bather Gesellschaft unterwegs. So steht es für Isabella Thorpe und ihren Bruder John außer Frage, dass sie selbst reich, oder mindestens eine Erbin ist. Isabella sucht sehr intensiv ihre Freundschaft – und auch die von Catherines Bruder, die beiden verloben sich sogar. Catherine hingegen findet immer größeren Gefallen an Henry Tilney und ist hoch beglückt, als dessen Vater sie für einige Zeit auf den Familiensitz Northanger Abbey einlädt. Dort angekommen, beschleicht sie mehr und mehr der Verdacht, dass die Tilneys etwas zu verbergen haben … Lassen Sie sich entführen ins England von vor 200 Jahren – Sie werden verzaubert sein und oft schmunzeln oder lachen.

Jane Austen: „Kloster Northanger“, Reclam Verlag, € 7,95, eBook € 7,49

Sichtbar

Als dem Direktor einer Prenzlauer Grundschule einfällt, dass der Schulinspektor mehr Internationalität gefordert hat, ist es fast zu spät, die Adventszeit steht vor der Tür. Kurz entschlossen verdonnert er seine Lehrerschaft, eine Internationale Woche durchzuführen, bei der als Highlight jeder Schüler etwas aus seinem Heimatland mitbringen soll. Auch wenn Minhs Vater aus Vietnam stammt – sein Heimatland ist Deutschland. Zum Glück hat aber Minhs Großmutter vor fast 40 Jahren eine Marionette mitgebracht und die führt sie den Schülern vor. Die Kinder sind begeistert und eine der jungen Lehrerinnen auch. Sie kommt zu Minh nach Hause, redet lange mit dessen Großmutter und so kommt eine Geschichte in Gang, die einen ganzen Stadtteil verändert …
 
Tatsächlich leben im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sehr viele Vietnamesen. Es gab in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Vereinbarung zwischen der DDR und Vietnam zur gegenseitigen Unterstützung und viele der damaligen Immigranten sind geblieben. Karin Kalisa erzählt mit reichlich Humor eine herzerwärmende Geschichte vom sich kennen und mögen lernen. Dafür lässt sie Brücken bauen, Marionetten tanzen und Gesprächslust aufkommen – man wünschte sich, das alles wäre wahr. Und eigentlich könnte es das auch sein.

Karin Kalisa: „Sungs Laden“, Droemer Verlag, € 9,99, eBook € 9,99

Unendliche Weiten

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich Science-Fiction-Romane gelesen habe. Hauptsächlich, weil sie in der Übermacht der Fantasy irgendwie untergegangen schienen … Seit zwei-drei Jahren ist das wieder etwas anders – zum Glück! Jetzt warte ich nur noch darauf, dass Klassiker wie „Das Wort für Welt ist Wald“ oder „Die fliegenden Zauberer“ neu aufgelegt werden. Bis dahin vergnüge ich mich mit den Romanen von Isaac Asimov (im Heyne-Verlag gibt’s die gerade wieder) und dem ein oder anderen ganz neuen Werk, zum Beispiel diesem hier von Andreas Suchanek:
 
Die „Hyperion“  hat den absolut neuen Interlink-Antrieb und damit kann sie Geschwindigkeiten erreichen, von denen die Menschheit, auch im Jahre 2265, bisher nur träumen konnte. Gerade deshalb ist es sehr ungewöhnlich, dass der junge Captain Jayden Cross sie befehligen darf, auch wenn er hochdotiert ist und vor kurzem eine ganze Welt rettete. Seine Mannschaft hat noch nie zusammengearbeitet – aber sie müssen sehr schnell zusammenfinden, denn ein anderes Raumschiff ist verschwunden und wahrscheinlich in großer Gefahr … Reisen durch den Weltraum, reichlich Technik, menschliche Abgründe und Intrigen, interessante Charaktere und viel Zwischenmenschliches: „Heliosphere 2265 – Dunkle Fragmente“ ist ein rundum gelungener SF-Roman, der ein wenig an die Star-Trek Next Generation erinnert.

Andreas Suchanek: „Heliosphere 2265 – Dunkle Fragmente Bd. 1 bis 4“, Greenlight Press, € 19,90 €, eBook je Band € 4,99

Ein Überblick

„Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie“. Wer sich unter diesem Titel eine Anleitung für Kreativität vorstellt, liegt falsch: Tatsächlich ist dieses Buch eine Sammlung von Kurzportraits berühmter Wissenschaftler, eine Sammlung, die gleichermaßen informativ und interessant ist. Der Autor Ernst Peter Fischer stellt 50 wichtige Personen (von Galileo Galilei bis Anton Tschechow) aus allen naturwissenschaftlichen Bereichen jeweils auf drei bis vier Seiten vor; stets beginnt er mit einem für diesen Menschen passenden Zitat. Selbstverständlich kann er in der Kürze nur die wichtigsten Daten nennen, doch gerade das macht dieses Buch so spannend – denn das Wissen wird wie ein Staffelholz weitergegeben, die Entdeckungen bauen aufeinander auf oder ergänzen sich. Fischer gelingt es, die jeweils wichtigsten Thesen und Gedanken herauszuarbeiten, so dass wir Leser tatsächlich einen sehr guten Überblick bekommen. Ein Überblick, der dazu führt, mehr wissen zu wollen …
 
„In der Wissenschaft gleichen wir alle nur den Kindern, die am Rande des Wissens hie und da einen Kieselstein aufheben, während sich der weite Ozean des Unbekannten vor uns ausstreckt.“ Isaac Newton

Ernst Peter Fischer: „Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie“, Penguin Verlag, € 9,00, eBook € 7,99

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