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Unsere Kinderbuch-Empfehlungen in 2013:



„Nicht zu fassen, wie ähnlich Ihnen der Kleine ist."

Die ganze Geschichte fing damit an, dass der italienische Gemüsehändler erst Onkel Jean und dann Yann ansah und dann diesen Satz sagte. Yann wird den Satz nicht mehr los, denn tatsächlich sind Mama, Papa und sein kleiner Bruder Clovis schwarzhaarig, Papa und Clovis haben die gleichen Augen und sogar beide ein Grübchen im Kinn. Er hingegen, mit seinen runden blauen Augen, den blonden Haaren und der hellen Haut, sieht wirklich aus wie Onkel Jean! Vor lauter Grübeln darüber, wohin er eigentlich gehört, bekommt Yann Fieber – nur ein bisschen, gerade so viel, dass er am nächsten Morgen nicht in die Schule gehen muss. Und gerade so wenig, dass er sich davonschleichen und etwas zur Lösung seines Problems kaufen kann …
Manchmal wachsen kleine Begebenheiten sich zu riesigen Problemen aus, das scheint auch der Autor Xavier-Laurent Petit zu wissen. Dass da nur reden hilft, das weiß er offensichtlich auch – sonst wäre ihm dieses kluge, hintergründige und doch unterhaltsame kleine Buch für Kinder ab 8 Jahren nicht so gut gelungen.

Xavier-Laurent Petit: „Nicht ganz der Papa." Ueberreuter Verlag, € 8,95


Die 100 unheimlichsten Tiere der Welt.

Von der Aga-Kröte über die Harpyie und den Palmendieb bis hin zum Zitteraal: dieses Nachschlagewerk porträtiert 100 zum Teil bekannte, manchmal auch völlig unbekannte Tiere der ganzen Welt. Ein Gutteil davon ist gefährlich, einige sogar lebensgefährlich, andere sind einfach nur gruselig oder ekelig. Wo diese Tiere leben, wie man sich ihnen gegenüber richtig verhält, auch das hat die Autorin vermerkt – so ist „Fiese Viecher" nicht nur hochinteressantes Lesefutter, es ist auch eine Art Wegweiser für kleine Naturforscher.
Bärbel Oftring war im September zu Gast in Gernsheim – im Rahmen der „4. Gernsheimer Lesetage: Tierisch gute Geschichten" beeindruckte sie die Schüler der Peters-Schöffer-Schule und der Schillerschule mit ihrem Wissen und ihrer lebendigen Art, dieses zu präsentieren. Die ausgebildete Biologin und Paläontologin hat schon zahlreiche Bücher verfasst, allesamt gut recherchiert und empfehlenswert.

Bärbel Oftring: „Fiese Viecher.", Coppenrath Verlag, € 9,95


Die Emily-Dickinson-Middle-School

Paul ist ganz schön klein für sein Alter. Und findet sich oft genug in einem Schließfach wieder: Roy der „Mutantentroll", wie er von Paul genannt wird, kühlt regelmäßig sein Mütchen an ihm. Dr. Daniels, die Schulpsychologin, ist nicht davon abzubringen, dass das vor allem daran liegt, dass Paul ein Einzelgänger ist – und so verpflichtet sie ihn, gemeinsam mit den Außenseitern Molly und Karl den Schulwachdienst zu übernehmen. Der hat all Hände voll zu tun: „Emily Dickinson", der geheime Schulgeist, stiftet reichlich Unruhe. Und obwohl keiner der drei auch nur irgendwie mit dem anderen zu tun haben möchte, stecken sie schon bald in ziemlich wilden Abenteuern.
Nun ist das Genre der Comicromane nicht mehr so ganz neu – wenn allerdings, wie in diesem Buch der Fall, die Geschichte klug und witzig ist und die Comics sie richtig gut ergänzen, dann macht das Lesen (nicht nur Kindern ab 10 Jahren …) trotzdem großen Spaß!
Michael Fry: „POW! Pauls oberkrasser Wachdienst",
Dressler Verlag, € 12,95, eBook € 9,99


Die Lakritzbande.

Sie teilen die Leidenschaft für Lakritzstangen und Kriminalfälle: Detektiv Leo, Kriminalkommissar Lars und die drei Kinder Philipp, Caro und Flo. Und weil sie sich schon einen guten Ruf erworben haben, werden sie bei Kriminalfällen oft gleich dazu gerufen – zum Beispiel auch von Notar Stengelmann, der den Nachlass von Edwine Rubinstein betreut. Er steht vor großen Schwierigkeiten, denn das Testament ist einfach nicht auffindbar. Die fünf lösen den Fall natürlich (die sieben weiteren ebenso). Allerdings können auch alle Leser bei den Fällen mitraten, da sich die Lösungen in den spannenden Wimmelbildern von Julian Press, der gleichzeitig Autor und Illustrator ist, verstecken.
Der gerade erschienene Sammelband bietet schöne Unterhaltung und spannende Beschäftigung für Mädchen und Jungs ab 8 Jahren.

Julian Press: „Finden den Täter. Die kniffligsten Ratekrimis", cbj, € 10,00


Typisch Max

Seit über 20 Jahren zählen die Bücher rund um Conni zu den beliebtesten Büchern überhaupt. Es gibt Conni-Geschichten für Dreijährige und mittlerweile auch für Teenager, kleine Pixi-Bücher und dicke Lesebücher. Erst vor rund zehn Jahren hat der Carlsen Verlag ihr einen „Gegenspieler" zuerkannt – Max ist noch lange nicht so bekannt wie Conni, aber ihr ebenbürtig ist er allemal.
Im vierten Band seiner Geschichten von der Klasse 3a (sehr spannend und gut zu lesen für Jungs genau diesen Alters) spielt Max Fußball. Und zwar mit der ganzen Klasse, gegen die 4b. Sie verlieren haushoch und fordern ein Rückspiel: dem Vorschlag, beim Schulfest gegeneinander anzutreten, stimmen sie höchst voreilig zu. Doch wie werden sie schnell genug fit, um nicht wie die letzten Verlierer dazustehen?
Christian Tielmann: „Max und die überirdischen Kicker.",
Carlsen Verlag, € 7,99, eBook € 5,99


Ein Freund fürs Leben

Ida ist neu in der Stadt, ihre Eltern haben gerade den „Friseursalon Elfriede" übernommen. Am ersten Schultag hat sie darum auch gleich ihren Spitznamen weg („Tante Elfriede"), und da die anderen Mädchen eine feste Clique bilden, sitzt Ida ehe sie es sich versieht neben dem verträumten Benni. Der ist in der Klasse nicht wohl gelitten – immerhin steht der Staffellauf gegen die Dante-Schule an und mit dem lahmen Benni ist kein Blumentopf zu gewinnen. Dass ausgerechnet diese beiden als erste in der Klasse ein magisches Tier bekommen sorgt für Verwirrung und Neid. Denn so ein magisches Tier, eine Idee ihrer neuen Lehrerin Miss Cornfield, verspricht neben aller Unterstützung doch auch jede Menge Abenteuer, oder?
Wer wünscht sich das nicht: einen Freund, der einem stets zur Seite ist, dabei sowohl freundlich und fröhlich als auch kritisch bleibt? Genau solche Freunde gibt es in Margit Auers neuer Kinderbuchreihe – und genug Abenteuer und Spannung obendrein.
Margit Auer: „Die Schule der Magischen Tiere." Carlsen Verlag,     
Einführungspreis € 3,99, eBook € 2,99   


Von Feuerbohnen, Barfußparcours und Barbarazweigen

Es gibt eine Vielzahl von Gartenbüchern. Und etliche davon wenden sich an Kinder und Jugendliche. Trotzdem: dieses Buch sucht seinesgleichen und ist absolut empfehlenswert!
Das liegt an mehreren Dingen: der Aufteilung in Jahreszeiten, den aussagekräftigen Fotos, der abwechslungsreichen Themenwahl (von der Aussaat übers Kompostieren bis zum Marmeladekochen und vom ersten Schnitzwissen übers Schmetterlinge züchten bis zum Wasserlabor) – aber vor allem an der klugen, informativen und gelungenen Wissensvermittlung durch das Autorentrio Anke M. Leitzgen, Thekla Ehling, Judith Drews. Da will man sofort mit irgendwas anfangen …

„Meine Gartenwerkstatt", Gerstenberg Verlag, € 19,95


Erzähl mal.

So steht es in der Einleitung: damit man im Alter was zu erzählen hat, sollte man in der Kindheit und Jugend möglichst viel erleben. Und dem kann man nur zustimmen …
Die Liste der Dinge, die man in jungen Jahren getan haben sollte, ist vielfältig. Sie reicht von „Verschicke eine Flaschenpost" bis „Überleg dir, welchen Beruf du später ausüben möchtest". Es sind auch ganz normale Dinge darunter („Benutze eine Rolltreppe verkehrt herum") oder auch Dinge, die für viele Menschen über vierzig normal waren („Beweg dich von A nach B - mit einer Karte"), einige sind durchaus kritisch zu betrachten („Täusche eine Krankheit vor"). Aber – bevor Sie als Eltern protestieren – da steht im Vorwort auch der schöne Satz: „Im Zweifelsfall solltest Du sowieso immer einen Erwachsenen um Rat fragen."

Horne / Szirtes: „101 Dinge, die du getan haben solltest, bevor du alt und langweilig bist." Bloomsbury Verlag, € 9,90





Unsere Kinderbuch-Empfehlungen in 2012:



Abenteuerliches Lesefutter.

Es ist schon ein ungewöhnlicher Platz, auf dem das Haus der Lindberghs steht, mitten auf dem Flughafen, zwischen Terminal, Tower und Landebahn. Aber die Lindberghs sind ja auch eine höchst ungewöhnliche Familie: sie sind nämlich Erfinder. Wobei es da natürlich unterschiedliche Ansichten gibt, welche Erfindungen gut oder weniger gut sind. Majus12 der Hausroboter, zum Beispiel, ist gelungen, weil er tatsächlich viele Arbeiten im Haushalt erfolgreich erledigt; aber ist es wirklich normal, dass er Gefühle hat und dass er seinen spleenigen Modegeschmack auslebt? Abenteuerlich ist es bei ihnen jedenfalls immer. Richtig spannend wird es dann allerdings, als Sohn Linus seinen seit einigen Wochen verschwundenen Vater sucht und dafür neuentwickelte Technik benötigt. Und wieso sind plötzlich zwei fiese Übeltäter so an der Familie interessiert?
Es ist eine sehr gelungene Mischung, die uns Tobias Elsäßer hier präsentiert: Abenteuer und Technik, Krimi und Familiengeschichte, ein pfiffiger Junge und ein gewitztes Mädel. Und der Leser darf sich noch auf Teil zwei (gerade erschienen) und Teil drei (kommt 2013) freuen …

Tobias Elsäßer: „Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit", Sauerländer Verlag, € 12,99


Lustiges Lesefutter.

Sonntags früh geweckt werden – das geht ja gar nicht. Aber dieses eine Mal lässt Maxie es ihrer Schwester Jule durchgehen, denn unten im Garten tut sich tatsächlich was. Und als bei einem großen Rums das ganze Haus bebt, muss sie sowieso schnell nachsehen. Es ist nichts Gutes los: ein roter Transporter ist mit Wucht durch die frisch gestrichene Gartenmauer gefahren und jetzt versucht der Fahrer Esel Eddy daran zu hindern, die Papiere zu verspeisen, die bei diesem Unfall aus dem Transporter gepurzelt sind. Den Fahrer kennen Maxie und Jule nicht, genauso wenig wie die beiden Jungs, die ihn begleiten und ihren Spaß an der Situation haben. Wer das wohl ist?
Die drei sind die neuen Nachbarn, die ausgerechnet das Haus gekauft haben, das Maxies Mutter gerne für ihre Tierarztpraxis gehabt hätte. Ob sie allerdings wirklich so chaotisch und unausstehlich sind, wie man im ersten Moment dachte – davon handelt Usch Luhns unterhaltsame Lektüre für Mädels ab 10 Jahren. Zum Vorlesen ist es auch schon früher geeignet.
Usch Luhn: „Maxie … und ein Fisch mit Fernweh", Ravensburger Buchverlag, € 12,99 eBook €13,99


Für Forscher.

Der Titel ist ein bisschen irreführend: „Xplore – Weltall" heißt diese großartige Entwicklung des Ravensburger Buchverlages; eigentlich müsste sie „Raumfahrt" heißen. Denn die Raumstation ISS nimmt die Hälfte der Seiten ein, außerdem gibt es noch Informationen über Raumsonden und Astronauten. Nur eine Doppelseite beschäftigt sich mit dem Universum selbst.
Grundschulkinder, die sich für das Thema Raumfahrt interessieren, sind mit diesem Prachtband allerdings bestens versorgt! Mit übersichtlich angeordneten, gut verständlichen Informationen, mit kleinen Rätseln und vor allem: mit einem Poster und daran zu befestigenden Magneten, die die Fakten greifbar machen. Da kann man sich nur wünschen, dass der Verlag noch „Xplore-Bücher" zu anderen Themen macht.

„Xplore – Weltall. Magnetisch, interaktiv, dreidimensional."
Ravensburger Buchverlag, € 29,99


Lesefutter.

„Keiner von uns mochte Monster-Kati. Sie müffelte meistens ein bisschen ungewaschen. Aber vor allem hatte Kati einen Knall: Um den Hals trug sie immer eine Kette, an der ein weißes Stück irgendwas hing. Angeblich war das der Splitter eines Einhorn-Horns und sollte gegen ein tierisch brutales Monster helfen." So beginnt die erste der zehn Gruselgeschichten – und natürlich spielt Kati eine ganz wichtige Rolle im Kampf gegen die wilden Monster, die Pattis Halloween-Party fast zur letzten Party überhaupt gemacht hätten. Aber eben nur fast.
Christian Thielmanns Gruselgeschichten (zum Selbstlesen ab neun, zum Vorlesen auch nicht viel früher) passen wunderbar in den Oktober. Wenn es draußen immer früher dunkel wird, die warmen Temperaturen am Tag sich mit schon kalten Nächten abwechseln und in der Natur nach üppigem Grün und bunten Blüten langsam alles kahl und grau-braun wird, ist genau die Zeit, von Monstern, Vampiren, Werwölfen und Trollen zu hören und zu lesen …

Christian Tielmann: „Monsterschreck. Nichts wie weg.", Carlsen Verlag € 5,95, eBook €4,99


Autorenlesung II.

Tilda wünscht sich schon lange einen Hund. Ihre Mutter hingegen wünscht sich nichts anderes als einen Heiratsantrag von Daniel – und heute scheint der richtige Tag dafür, Daniel hat eine Überraschung angekündigt. Doch statt mit Rosen und Ring steht er mit einem riesigen Hund vor der Tür. Herr Hund, so sein Name, ist alles andere als ein wahr gewordener Traum: riesige Pfoten, großer Kopf, zotteliges braun-weißes Fell und, aber das entdecken alle erst später, manchmal pupst er so heftig, dass man es nicht im gleichen Raum aushält. Dass Herr Hund nicht auf Dauer bleiben darf, ist schon bald klar. Aber, was kann man machen, wenn er sich nun mal in Tilda verguckt und nur noch auf sie hört?
Turbulent, lustig und fantasievoll ist die Geschichte, die Julia Breitenöder geschrieben hat und mit der sie am 19. September 2012 die dritten Klassen der Grundschule erfreuen wird.

Julia Breitenöder: „Ich muss leider draußen bleiben!", Thienemann Verlag, € 7,95  


Eine gelungene Mischung.

„Das Auge des Shaolin" ist ein Edelstein, der seinen Träger unbesiegbar macht. Sein Aufenthaltsort ist streng geheim und extrem gut gesichert. Und doch hat der Superschurke namens `Meister der Spiele´ diesen Ort gefunden. Da ist es völlig klar, dass die Power-Ninjas Tim Tigerkralle, Herbie „der Bizeps", Donnie Drachenfaust und Jack Kobrakiller sofort aufbrechen, um den Stein zu finden …
Erdmännchen als Ninja-Kämpfer? Muss das sein? Nein, müssen muss es natürlich nicht. Aber es wäre wirklich sehr schade, wenn es diese neue Reihe für Jungs ab acht Jahren nicht gäbe. Sehr spannend und mit viel Wortwitz geschrieben, mit völlig unterschiedlichen Ninja-Kämpfern, die gar nicht immer gut miteinander auskommen, bei wichtigen Dingen aber selbstverständlich zusammenstehen – das finden wir rundum gelungen.

Gareth P. Jones: „Power Ninjas – Das Auge der Shaolin", Loewe Verlag, € 7,95


Sehr gelungen.

„Wie jeden Donnerstag machte Apotheker Ringelhuth sich auf den Weg, seinen Neffen Konrad von der Schule abzuholen. Wäre ihm, was ihm heute zustoßen sollte, auch nur eine Woche früher passiert, er hätte bestimmt gedacht, bei ihm oder am Globus seien zwei bis drei Schrauben locker. Aber am 35. Mai muss der Mensch aufs äußerste gefasst sein!" Konrad muss einen Aufsatz über die Südsee schreiben und ist darum ziemlich bedrückt. Das ändert sich, als den beiden auf dem Heimweg ein sprechendes Pferd begegnet und dieses ihnen dann bis nach Hause folgt. Das ist der Beginn eines fabelhaften Abenteuers, in dem sich alle drei gemeinsam auf den Weg in die Südsee machen und dabei auch noch das sagenumwobene Schlaraffenland entdecken.
Der Zeichnerin Isabel Kreitz ist eine großartige Comic-Adaption des Kinderbuchklassikers „Der 35. Mai" von Erich Kästner gelungen – die beiden lassen  ihre Fantasie spielen, dass es eine Wonne ist.

Erich Kästner / Isabel Kreitz. „Der 35. Mai", Dressler Verlag, € 16,90



Schwedischer Humor.

Es ist der erste Ferientag – allerdings hat Pia Karlsson aber auch überhaupt keinen Grund sich zu freuen. Denn sie soll die Ferien bei ihrer Oma verbringen; und mit der ist, seit dem plötzlichen Tod von Pias Opa, nichts mehr anzufangen, sie sitzt nur heulend am Küchentisch. Denkt Pia. Doch als sie in Omas Wohnort aus dem Zug steigt hat sich alles verändert: plötzlich fährt Oma Motorrad, trägt Lederklamotten und hat beschlossen, jetzt alles Mögliche auszuprobieren. Vor allem will sie nach Dalarna fahren, zu Conny, den sie im Internet kennengelernt hat. Und so nimmt Pias schlimmster, ungewöhnlichster und grandiosester Sommer seinen Anfang.
Vielleicht liegt es am dortigen Wetter: vielen schwedischen Autoren gelingt genau die richtige Mischung aus Spannung, Lebenslust, Skurrilität und warmem Miteinander. Elin Lindell gehört dazu.

Elin Lindell: „Pia Karlssons schlimmster Sommer." Kosmos Verlag, € 8,99



Lesefutter. Oder Vorlesegenuss…

Richtig bekannt geworden ist Cornelia Funke mit ihrer Tintenwelt-Trilogie. Doch auch schon vorher hat sie tolle Bücher geschrieben – es sei nur an „Drachenreiter" und „Herr der Diebe" und die Bücher über die „Wilden Hühner" erinnert. Ganz egal welches Buch man aufschlägt: alle sind klasse geschrieben, bereiten großes Lesevergnügen und eignen sich wunderbar zum Vorlesen.
Da ist es ganz besonders schön, dass Dressler im Januar den Band „Krötengift und Hexenspucke" aufgelegt hat, denn hier sind gleich drei der Funke-Bücher für  Kinder ab acht Jahren versammelt, nämlich „Zwei wilde kleine Hexen", „Zottelkralle" und „Kleiner Werwolf". Auf ins Vergnügen!

Cornelia Funke: „Krötengift und Hexenspucke.", Dressler Verlag, € 12,95


Sie kann es einfach.

Wir haben noch kein einziges Buch von Kirsten Boie gelesen, das uns nicht gefallen hat. Sie hat eine große Gabe, aus schwierigen Themen herzerwärmende Bücher zu zaubern. Manchmal, zum Beispiel in ihrem neuen Roman, ist es aber auch genau umgekehrt - sie gibt einem durchgehend heiteren Buch einen anspruchsvollen doppelten Boden:
Es ist ein glühend heißer Ferientag. Statt seinen Lieblingskrimi nochmal anzufangen, geht Valentin doch lieber die Umgebung der neuen Wohnung erkunden. Tatsächlich findet er schon nach kurzer Zeit einen schönen schattigen Platz mitten auf dem Friedhof - und gleich darauf drei echte Kriminalfälle. Zum Glück lernt er nicht nur den Gärtner Bronislaw und das Ehepaar Schilinsky, sondern auch noch den Nachbarsjungen Mesut kennen. Mit Mesut zusammen macht er sich daran, die Fälle zu lösen. Ein Abenteuer beginnt, das noch richtig gefährlich wird.

Kirsten Boie: „Der Junge, der Gedanken lesen konnte. Ein Friedhofskrimi." Oetinger Verlag, € 14,95


Der ganze Bello.

Wenn es nichts zu feiern gibt, kann man ja einfach etwas zum Feiern ausloben – das scheinen die Buchmenschen des Oetinger Verlages gedacht zu haben und darum 2012 zum „Jahr des Kinderbuches" gemacht. Und nun erscheinen jeden Monat wunderbare Jubiläumseditionen aus dem Verlagsprogramm. Im Januar waren das vier Bücher von Astrid Lindgren („Immer dieser Michel", „Die Kinder aus Bullerbü", „Die Brüder Löwenherz" und „Ronja Räubertochter"), im Februar ist es ein Paul-Maar-Sammelband mit den köstlichen Geschichten von Herrn Bello:
Max ist wirklich ein Glückskind. Denn in Herrn Bello hat er einen echten Freund gefunden, der ihn beschützt und mit dem er sich unterhalten kann. So soll es auch bleiben, finden die beiden. Dafür muss Herr Bello allerdings regelmäßig einen sonderbaren blauen Saft trinken, denn sonst verwandelt er sich wieder in einen Hund. Und das sorgt natürlich für eine ganze Reihe von aufregenden Abenteuern...

Paul Maar: „Alles von Herrn Bello." Oetinger Verlag, € 14,95


Ein Teil der Grundausstattung.


So sollte es zumindest sein, denn die Bücher von Otfried Preussler sind so wunderherrlich, dass sie in jedes Kinderzimmer gehören: phantasievoll und auf bezaubernde Weise großherzig erzählt er von Abenteuern und Missgeschicken, vom Miteinander und dem Über-sich-hinaus-wachsen. Seine Geschichten treffen mitten ins Herz und sind dabei so nachvollziehbar, dass sie schon für Vorschulkinder zum großen Glück werden können.
Falls sie im Regal fehlen, kann man jetzt ganz einfach den Buchbestand ergänzen: die drei Klassiker „Der kleine Wassermann", „Die kleine Hexe" und „Das kleine Gespenst" gibt es nämlich seit November als Taschenbuch-Sonderausgaben im schön gestalteten Schuber.

Otfried Preussler: „Der kleine Wassermann. Die kleine Hexe. Das kleine Gespenst." Carlsen Verlag, € 14,90




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