Sachbuch Lieblinge in 2019 -2018 - BUCHHANDLUNG

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unsere Sachbuch-Lieblinge in 2018:

Ein kluges Buch zur rechten Zeit.

Zur rechten Zeit kommt das Buch, weil Begriffe wie Heimat, Leitkultur und Nation in Deutschland derzeit wieder kontrovers diskutiert werden. Ein kluges Buch ist es, weil die Autorin sich klar zwischen den rechten und linken Einlassungen zu diesen Themen positioniert. Sie wendet sich gegen die Ansicht, dass eine deutsche Kultur jenseits der Sprache nicht identifizierbar sei (Aydan Özoguz) und gleichermaßen gegen die Aufforderung Alexander Gaulands, Menschen mit dieser Ansicht in Anatolien zu entsorgen. Sie benennt die grotesken Auswüchse der linken Political Correctness genauso wie die dummdreisten Parolen der Identitären Bewegung.

Viel wichtiger aber ist, dass sie durch die Darstellung der deutschen Geschichte seit 1800 verständlich macht, warum wir uns mit Begriffen wie Nation, Heimat und (Leit-)Kultur bis heute so schwertun. Warum es in keinem anderen Land als Deutschland eine Kluft zwischen Kultur und Politik gibt, die seit über 200 Jahren immer wieder aufbricht, ist für Leser mit Interesse an der deutschen und europäischen Geistesgeschichte spannend und zuweilen auch witzig zu lesen.

Thea Dorns Buch ist ein scharfsinniges und flammendes Plädoyer dafür, Themenbereiche wie Heimat, Nation und Kultur nicht den Rechten zu überlassen. Und ebenso ein Plädoyer gegen die zeitgenössische Verwässerung dieser Begriffe.

Thea Dorn: „deutsch, nicht dumpf. Ein Leitfaden für aufgeklärte Patrioten“, Verlag Knaus, 978-3-8135-0810-9, HC €24,00. Ebook €19,99.

Immer wieder!

Sachbücher wie dieses liest man nicht am Stück. Man nimmt sie immer wieder in die Hand, schlägt eine Seite auf (vielleicht sogar die mit dem Lesezeichen) und lässt sich inspirieren von dem was zu sehen und zu lesen ist. Und zu sehen und zu lesen gibt es reichlich in Tim Haywards Buch über Messer, das völlig zu Recht den Untertitel „Handwerk und Kultur des Küchenmessers“ führt. Hayward entführt uns sowohl in fremde Länder als auch in alle Küchen der Welt, er erzählt über geschichtliche Hintergründe und besondere Hersteller und Herstellungsmethoden. Das ist hochinteressant und faszinierend.

Und es ist gleichzeitig in genau der Art alltagstauglich, die der Titel verspricht – denn Messer haben wir letztendlich alle und einen kleinen Lehrgang in Halte- und Schneidetechniken kann ein Großteil von uns auch gebrauchen. „Messer“ ist eine wirklich tolle Ergänzung für jedes Kochbuchregal oder ein wunderbares Buch für den Wohnzimmertisch: Es ist jedenfalls ein Buch, das man schön griffbereit haben möchte!

Tim Hayward: „Messer – Handwerk und Kultur des Küchenmessers“, Dumont-Verlag, ISBN 978-3-8321-9928-9, € 28,00   

 
Von Kirschendieben und Blümchenkleidern- Eine Erzählung aus der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges
Rezension von unserer Praktikantin Julia Melchior
 
 

,,Es ist das größte Glück der Welt, dass wir hier gelandet sind. Auch wenn es das größte Unglück der Welt ist, das uns hergebracht hat.‘‘ Die Rede ist vom Zweiten Weltkrieg. Denn der ist der Grund, dass Lotte mit ihrer Familie in einem Forsthaus wohnt, obwohl ihr Vater gar kein Förster ist. Und es ist auch der Grund, warum Lehrer Fettig nur noch ein Auge hat und ihr Vetter und ihre Kusine keinen Vater mehr haben. Während dem Krieg zieht Lottes Familie gemeinsam mit Muttis großer Schwester und deren Kindern in das Forsthaus, wo ihr Onkel vor dem Krieg Förster war. Das Leben im Forsthaus ist sehr angenehm, alle verstehen sich gut und das Dorf wurde vom Krieg verschont.
 

Nachdem der Krieg vorbei ist, zieht in die untere Etage des Forsthauses eine neue Försterfamilie und ab sofort ist alles verboten was Lotte und ihren Spielgefährten Spaß macht. Doch die Kinder wissen sich zu wehren und verbringen trotz der grässlichen Försterfamilie einige wundervolle Jahre im Forsthaus, welche ganz besondere Abenteuer beinhalten.
 
 
Verziert mit hochwertigen Illustrationen und in einer leichten Sprache erzählt die Autorin Anke Bär die Geschichte von einer Kindheit in der Nachkriegszeit, inspiriert von Erzählungen ihrer eigenen Familie und Bekannten, die nicht nur für die heutige Generation interessant ist, sondern auch Großeltern und Urgroßeltern dazu anregen kann, sich noch einmal mit der Zeit damals auseinanderzusetzen und ihre eigenen Erinnerungen und Erlebnisse zu teilen. Eine Empfehlung für Groß und Klein.
 

Anke Bär: ,,Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war‘‘, Gerstenberg Verlag

Dieses Buch hat einen eigensinnigen Charakter

Katzen sind die einzigen Haustiere, die selbst entscheiden können, wo sie sich aufhalten wollen. Sie sind eigensinnig bezüglich ihrer Futterwahl - und kraulen lassen sie sich auch nur, wenn sie wollen. Maler aus verschiedenen Jahrhunderten haben Katzen auf die Leinwand gebracht, mal als Nebendarsteller, mal als Hauptperson, detailgenau oder abstrakt, in Öl oder Aquarell: immer ist es eine Freude die Bilder zu betrachten. Nicht nur, wenn man Katzen mag.
Überhaupt wird an das Thema auf eine Art und Weise herangegangen, die den Blick anders einstellt und darum vielleicht in anderer Weise Vergnügen bereitet, als der "übliche" Museumsbesuch oder das Betrachten eines Kunstbildbandes (beiden ist übrigens gemein, dass wir Leser selbstverständlich erfahren, wie Maler und Bild heißen und wo auf der Welt es in natura zu finden ist).
"Katzen in der Kunst" ist ein feines, kleines Buch mit ausgewählten Bildern und erheiternden Zitaten - ein Buch zum Genießen. Immer wieder mal.

Angus Hyland / Caroline Roberts: "Katzen in der Kunst", Dumont Verlag, € 18,00, ISBN 978-3-8321-9916-6   

Eine Welt voller Sprache und Kunst

„Für mich sind Zeichnen und Schreiben eng miteinander verbunden. Ein Wort kann wie ein Bild komplexe Gedanken und Emotionen ganz einfach ausdrücken. Man denke nur an das Wort ‚Liebe‘ oder an die Zeichnung eines lächelnden Gesichts. Die Fähigkeit, Bilder und Wörter zu verstehen, ist das Tor zu Wissen und Kommunikation und kann uns mit Menschen auf der ganzen Welt verbinden.“

So steht es im Vorwort dieses wunderbaren Buches, das Sprache und Zeichnungen für große und kleine Menschen aufs Feinste zusammenbringt. Christoph Niemann, mit seinen Illustrationen und Graphiken auf der ganzen Welt bekannt und über viel Jahre Mitarbeiter beim „New Yorker“, versteht es, mit wenigen Strichen sehr aussagekräftige Bilder zu zeichnen und auch die Wörter sind sehr sparsam gewählt. Meine Lieblinge ist übrigens „neu“, „Schein“, „oft“, „später“ und „das“ – sie zeigen sein Können und seinen verschmitzten Humor besonders deutlich, finde ich.

Christoph Niemann: „Wörter“, Diogenes Verlag, 978-3-257-02158-5, € 22,00


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