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Unsere Krimi-Empfehlungen in 2013:





Erwin & Lothar

Erwin Düsediecker liegt in seiner goldenen Badewanne und Ente Lothar gründelt draußen im Gartenteich, als sein Freund Arno Wimmelböcker ihm die neueste Neuigkeit überbringt: auf dem Grundstück von Großbauer Jasper Thiesbrummel wurde ein Toter gefunden. Erwin, als Sohn des Dorfpolizisten und Erbe der Polizeimütze, weiß was er zu tun hat: zusammen mit Lothar, der Ermittlungsente, macht er sich auf den Weg zum Tatort. Dort ist schon die Kriminalpolizei bei der Arbeit, allerdings achten die Beamten weder auf den dümmlich wirkenden Erwin noch auf seine Laufente. Es stellt sich heraus, dass die Knochen schon seit Jahrzehnten dort ruhen. Bald darauf gibt es jedoch einen aktuellen Todesfall – und nur Erwin und Lothar scheinen den Zusammenhang zu erkennen …
Die Personen, die Autor Thomas Krüger vorstellt, allen voran Erwin Düsediecker, scheinen durchaus naiv-dörflich und schon mit den ersten Seiten wirft Krüger uns mitten hinein ins Dorfleben von Bramschebeck. Allerdings sind auch sie schon gespickt mit skurril-feinem Humor und herrlich bildhaft – und das hält Krüger durch von der ersten bis zur letzten Seite.
Thomas Krüger: „Erwin, Mord & Ente.", Heyne Verlag, € 9,99, eBook € 8,99


Ein Vexierspiel.

Eigentlich ist der Fall klar: Julian Götz, bekannter Stararchitekt mit fatalem Hang zu überschießenden Reaktionen, ist angeklagt seine Frau Christine und die beiden Töchter ermordet zu haben. Alle Indizien weisen auf ihn hin. Der Drehbuchautor Ben Lingenberg beschließt, sich die Gerichtsverhandlung anzusehen, er möchte aus beruflichen Gründen einem Totschläger gegenübersitzen. Während er mehreren Verhandlungstagen beiwohnt, kommen Ben immer mehr Zweifel über Götz‘ Schuld und er nimmt Kontakt zu ihm auf. Schon bald ist Lingenberg in eine Geschichte verwickelt, in der die junge Mia, ein Haus in der Mitte Berlins und eine skrupellose Familie im Mittelpunkt stehen und dabei völlig undurchschaubare Rolle spielen …
Nichts ist so wie es zu sein scheint in Jonas Winners erstem Kriminalroman, seine Figuren scheinen umeinander zu tanzen. Und das ist spannende Unterhaltung mit ungewöhnlichem Finale.
Jonas Winner: „Der Architekt.", Knaur Verlag, € 9,99, eBook € 9,99


Krimi? Historienroman? Kochbuch?

All dies zusammen und auch noch faktenreicher Unterhaltungsroman mit Liebesgeschichte: das ist Eve Rudschies Buch „Süßes Gift und bittere Orangen". Rundum gelungen ist er außerdem.
Es ist ein schrecklicher Anblick für Anna Lucretia, die unehelich Tochter von Herzog Ludwig X: ihr Verlobter Johann Albrecht Widmannstetter liegt völlig durchnässt und blutend in der Schlossküche, er ist gerade noch der Löwengrube des Herzogs entkommen. Wie er hineinkam kann er nicht sagen. Dass seine Arbeit am Bau der ersten Stadtresidenz nach italienischem Vorbild nicht überall auf Gegenliebe stößt, ist bekannt – aber wer hätte ihn denn ermorden wollen? Und warum geht es Herzog Ludwig gesundheitlich immer schlechter? Eh sie es sich versieht, steckt Anna Lucretia mitten in höchst gefährlichen Verwicklungen, die bis zum Hof des Königs nach München reichen und in denen es sehr wichtig ist, welcher Konfession man angehört.
Eve Rudschies: „Süßes Gift und bittere Orangen.",
Gmeiner Verlag, € 12,99, eBook € 9,99



Geheimnisse.

Sommerball und gleichzeitig Geburtstag: der Tag hätte für Allie ganz besonders schön sein sollen. Stattdessen war er ein Alptraum, und noch dazu einer, aus dem Allie bisher noch nicht erwacht zu sein scheint. Denn an diesem Tag kam ihr Freund Trip bei einem Unfall ums Leben und Allie fehlt jegliche Erinnerung an diese Stunden, obwohl sie dabei gewesen sein muss. Hinzu kommt, dass sie ein Geheimnis bewahrt, das vielleicht in Zusammenhang mit dem Unfall steht. Als Trips Vater einen Privatdetektiv damit beauftragt, die mysteriösen Umstände des Todesfalls zu untersuchen, gerät Allie immer mehr in dessen Fokus. Kann sie sich nicht erinnern oder will sie sich nicht erinnern??
Ein tolles Debut ist Jennifer Shaw Wolf gelungen: ihr Liebes-Mystery-Thriller-Roman überzeugt voll und ganz, er ist Lesegenuss für Jugendliche und Erwachsene. Kann man nur empfehlen.
Jennifer Shaw Wolf: „Wo die Liebe tötet.",
Kosmos Verlag, € 12,99, eBook € 9,99   


Ein Fall für Milena Lukin.

Milena Lukin lebt nach längerem Berlinaufenthalt wieder in ihrer Heimatstadt Belgrad, sie ist Strafrechtsexpertin und alleinerziehende Mutter. Ihr Alltag ist schon kompliziert genug als der regimekritische Anwalt Sinisa Stojkovic sie in seine Ermittlungen mit einbezieht: auf dem hochgeheimen Gelände Topcider sind zwei Soldaten der Ehrengarde tot aufgefunden worden, sehr schnell wurde ihr Tod als religiöses Selbstmordritual dargestellt. Stojkovic kann das nicht glauben und übergibt Milena den Untersuchungsbericht der Ludwigshafener Forensik, die auf sein Betreiben hinzugezogen worden war. Die serbische Übersetzung belegt den Selbstmord – Milena hingegen liest im deutschen Original von zweimaligem Mord. Milenas ausgeprägter Spürsinn und ihre Liebe zur Gerechtigkeit bringen sie im Laufe der folgenden Ermittlungen ins Visier der Täter …
Wenn eine serbische Germanistikprofessorin, die ihre Heimat Belgrad liebt, und ein Soap-Drehbuchschreibender Germanist gemeinsam einen Kriminalroman verfassen könnte das schwer lesbar werden. Nicht bei Schünemann & Volic: da stimmen Sprache, Spannung, Detailreichtum und Handlung!
Schünemann & Volic: „Kornblumenblau.",
Diogenes Verlag, € 19,90, eBook € 17,99


Karin Schmidts Urlaubsbüchertipp 2013:

In Hannover muss dieser Fallanalytiker etwas ganz übel verbockt haben, denn er wird in die ostfriesische Einöde versetzt. Alle sprechen platt – er nicht; alle trinken Tee – er nicht; alle sind mitteilsam – er nicht! Elias Gröger ist liebenswürdig, aber ein wenig eigen: Kommunikation ist nicht sein Ding, Takt auch nicht, in Gruppen kommt er nicht klar – für alle auf der Dienststelle ist es also nicht ganz einfach. Auch weil der Kommissar sich pausenlos Notizen auf gelben Haftklebezettelchen macht, die er dann in den Büros verteilt, eine Art von Kommunikation, die die Kollegen sehr irritiert und verärgert. Aber als die dreizehnjährige Steffi spurlos verschwindet kann gerade der „komische" Elias entscheidend bei der Aufklärung helfen.
Verständnisvoll, mit Humor und Mitgefühl werden bodenständige Charaktere beschrieben und ein realistisches Bild gezeichnet vom Arbeiten, Leben und Morden auf dem platten Land im Norden.

Levke Winter: „Butter bei die Fische",
Piper Verlag, € 9,99, eBook € 8,49



Ralf Schwobs Urlaubsbüchertipp 2013:


Der US-amerikanische Autor Jeffrey Deaver hat mit „Nachtschrei" einen doppelbödigen und hoch spannenden Thriller geschrieben.
Die Geschichte einer atemlosen Hetzjagd durch die nächtlichen Wälder Wisconsins wartet mit vielen überraschenden Wendungen auf, die das Geschehen immer wieder auf verblüffende Weise in einem anderen Licht erscheinen lassen: Eine Polizistin und eine verängstigte Zeugin fliehen vor zwei skrupellosen Auftragskillern vom Tatort eines Doppelmords in die Wildnis und müssen eine Nacht lang ums Überleben kämpfen. Dabei werden dem Leser sowohl die beiden flüchtenden Frauen als auch die Verfolger immer vertrauter, bis der Autor das gesamte Plot im letzten Drittel des Romans auf nahezu geniale Art und Weise noch einmal fast komplett dreht …
Nachtschrei ist ein actionreicher Thriller, aber nicht grausam oder übermäßig brutal, eine unterhaltsame Mischung aus Tempo und psychologischer Spannung.

Jeffrey Deaver: „Nachtschrei", Blanvalet Verlag, € 9,99, eBook € 8,99


Ein Krimi?

Der Kritiker der Publishers Weekly behauptete einen „neuen Ian Rankin" entdeckt zu haben. Uns scheint Gregor Kessler von der Financial Times Deutschland es eher auf den Punkt zu bringen „Dialoge wie Telegramme, Witze trocken wie Sägemehl und ein Protagonist, der weniger nach der Lösung des Falls als nach seiner eigenen Erlösung sucht." Ken Bruens Romane rund um Jack Taylor werden gerade fürs ZDF verfilmt – Sie sollten sie jetzt lesen um die Filme Ende 2013 genießen zu können.
Diese Geschwindigkeitskontrolle war dann die letzte für Jack Taylor: der rasende Mercedes, den er anhielt, war das Fahrzeug des Finanzministers. Und es kommt gar nicht gut, dass Jack, sturzbetrunken wie er ist, diesen beschimpft und sogar verletzt. Nun muss er sich als Privatdetektiv über Wasser halten, Kunden gibt es genug, denn Jack ist billig. Schon bald soll er herausfinden, was tatsächlich mit der jungen Sarah geschah – ihre Mutter kann und will nicht an Selbstmord glauben …
Ken Bruen: „Jack Taylor fliegt raus.", Atrium Verlag, € 16,00, eBook € 8,99    


I hunt Killers

Wieder einmal ist es der Originaltitel, der sehr viel besser transportiert, worum es in diesem superspannenden Thriller geht: um Jazz, den 17-jährigen Sohn des verurteilten Serienmörders Billy Dent, der ihn über Jahre hinweg in die Vertuschung seiner Morde einbezogen hatte. Um Jazz, der nur zwei Freunde hat, Howie und Connie, und nur eine erwachsene Vertrauensperson: Sheriff G. William Tanner. Um Jazz, der nur vor zwei Dingen Angst hat – dass die Leute ihn auch für ein Monster halten könnten. Und dass sie damit richtig liegen.
Nachdem eine nackte, weibliche Leiche in dem winzigen Ort Lobo’s Nod auf einem einsamen Feld entdeckt worden ist, lässt Jazz es sich nicht nehmen, bei den Ermittlungen zu helfen. Denn er weiß, seit er eines der Beweisstücke – einen abgeschnittenen Finger – gesehen hat, sehr genau, dass es sich um die Tat eines Serienkillers handeln muss. Wie viel die Geschichte mit ihm selbst zu tun hat, dass erkennt Jazz allerdings erst, als es fast zu spät ist …
Barry Lyga: „Ich soll nicht töten.", Blanvalet Verlag, € 9,99, eBook € 8,99


Tausend Seiten Spannung.

Richard Forthrast hat mit seinem sensationell erfolgreichen Computer-Rollenspiel T´Rain Millionen verdient - T´Rain bildet die Erde fast deckungsgleich ab, es gibt Bodenschätze und Gold zu finden. Und es gibt Schnittstellen in die Realität, mit deren Hilfe reales Geld „verschoben" wird. Als Richard aus Gefälligkeit seine Nichte Zula und deren Freund Peter einstellt, ist es bald vorbei mit dem geregelten Leben: durch einen fatalen Fehler infiziert Peter den Rechner eines russischen Spielers, der weder im Spiel noch im echten Leben Spaß versteht und dem massive Verluste drohen. Ehe Richard sich versieht, steht er im Fokus des Russen, des englischen Geheimdienstes, gewaltbereiter Djihadisten und chinesischer Zocker. Und er muss alles geben, um sich, Zula und viele andere zu retten …
Neal Stephenson weiß, wie man komplexe Geschichten erzählt, kann Vorgänge so beschreiben, dass man mitühlt, und er versteht es, eine Vielzahl Fakten in seine Handlung hineinzuweben. Wirklich wichtig ist aber: er hat eine überbordende Fantasie, an der er seine Leser teilhaben lässt.
Neil Stephenson: „Error", Manhattan Verlag, € 24,99 - eBook € 19,99





Unsere Krimi-Empfehlungen in 2012:





Tausend Seiten Spannung.

Richard Forthrast hat mit seinem sensationell erfolgreichen Computer-Rollenspiel T´Rain Millionen verdient - T´Rain bildet die Erde fast deckungsgleich ab, es gibt Bodenschätze und Gold zu finden. Und es gibt Schnittstellen in die Realität, mit deren Hilfe reales Geld „verschoben" wird. Als Richard aus Gefälligkeit seine Nichte Zula und deren Freund Peter einstellt, ist es bald vorbei mit dem geregelten Leben: durch einen fatalen Fehler infiziert Peter den Rechner eines russischen Spielers, der weder im Spiel noch im echten Leben Spaß versteht und dem massive Verluste drohen. Ehe Richard sich versieht, steht er im Fokus des Russen, des englischen Geheimdienstes, gewaltbereiter Djihadisten und chinesischer Zocker. Und er muss alles geben, um sich, Zula und viele andere zu retten …
Neal Stephenson weiß, wie man komplexe Geschichten erzählt, kann Vorgänge so beschreiben, dass man mitühlt, und er versteht es, eine Vielzahl Fakten in seine Handlung hineinzuweben. Wirklich wichtig ist aber: er hat eine überbordende Fantasie, an der er seine Leser teilhaben lässt.
Neil Stephenson: „Error", Manhattan Verlag, € 24,99 - eBook € 19,99


Starker Tobak.

Es gibt Kriminalromane, die beziehen ihre Spannung hauptsächlich aus Brutalitäten. Das ist bei Stephan Ludwigs zweitem Thriller nicht der Fall, der Mann kann süffig und nervenaufreibend schreiben – allerdings herrscht auch kein Mangel an heftigen Szenen. Außerdem überzeugen seine beiden gegensätzlichen Hauptdarsteller; der fähige, dicke Schröder und der eitle, wenig reflektierte Claudius Zorn geben dem Plot einen besonderen Dreh:
Fast wünscht Hauptkommissar Zorn sich in die Zeit vor einem Vierteljahr zurückversetzt, da hatte er nämlich in einem rasanten Mordfall zu ermitteln. Und jetzt? Nichts als Einbrüche in einer Kleingartenanlage und Baustellendiebstähle, das alles würde sein Kollege, der gerade genesene Schröder, mit links erledigen. Schon am nächsten Tag scheint Zorns Wunsch erfüllt, denn eine jugendliche Leiche wird in der Nähe einer beliebten Ausflugsstelle gefunden. Und schon bald folgt ein zweiter Toter, grausam hingerichtet …
Stephan Ludwig: „Zorn – Vom Lieben und Sterben.",
Fischer Verlag, € 8,99, eBook  8,99


„Ein hinreißender Mistkerl von einem Helden!"

Besser als Val McDermid kann man es nicht ausdrücken – Nick Belsey, Londoner Detective ohne Geld, Wohnung und Frau, dafür mit einem Zuviel an Alkohol und Glücksspielen und einem Disziplinarverfahren am Hals, ist wirklich ein Mistkerl. Allerdings nimmt er sich überhaupt nicht ernst und das wiederum ist das Hinreißende an ihm.
Mit Filmriss und leicht zermatschtem Gesicht, dafür ohne Geld, Ausweis und Handy tritt Nick Belsey seinen Dienst an, als eine Vermisstenmeldung aus dem noblen Hampstead auf seinem Schreibtisch landet, der russische Oligarch Alexei Devereux ist verschwunden. Während Belsey an diesem Tag versucht, sein Leben auf die Reihe zu bekommen, reift langsam der Plan, die Identität des Russen anzunehmen. Reichlich spät merkt er, dass ihm da schon jemand zuvor gekommen ist – und dieser jemand ist ihm stets einen Schritt voraus und gar nicht zimperlich.

Oliver Harris: „London Killing", Blessing Verlag, € 19,95



Konsequent.

Neben sehr vielen anderen Adjektiven (packend, klug konstruiert, erschreckend, um nur drei Beispiele zu nennen) ist es das Wort konsequent, das diesen Thriller gut beschreibt. Und zwar in mehrerer Hinsicht – etwa, weil alles aus der Sicht von Joseph geschrieben ist. Oder weil die Welt, die Autor Trevor Shane entwirft, eine völlig normale ist, im Schatten jedoch ein gnadenloser Krieg zweier Parteien tobt, die kein anderes Ziel haben, als das Töten der jeweils anderen. Und natürlich wegen Joseph selbst, der erst ein eiskalter Killer ist und spätestens durch seine Liebe zu Maria eine völlig andere Seite seiner Persönlichkeit auslebt.
„Paranoia – der Hinterhalt" ist der erste Band einer Trilogie und zugleich der Erstling des Autors. Trevor Shane, der Religionswissenschaftler ist und sein Buch nachts nach der Arbeit schrieb, hat ganz bewusst darauf verzichtet, eine genaue geschichtliche oder räumliche Einordnung vorzunehmen: dadurch bekommt seine fesselnde Geschichte eine Gänsehaut erzeugende Allgemeingültigkeit.

Trevor Shane: „Paranoia – der Hinterhalt.", Goldmann Verlag, € 16,99


Eine irre Mischung.

Eine Mischung wie im Kriminalroman „Die Flüsse von London" hatten wir bisher noch nicht gelesen: ganz klassische Krimikost mit eher herben Darstellungen, kombiniert mit Zauberei und Mystik, ohne ins Genre der Fantasie-Romane zu wechseln. Sehr spannend, sehr vielfältig, manchmal witzig und wirklich interessant:
Die Nacht ist bitterkalt und Peter Grant, der gerade erst mit seiner Ausbildung zum Polizisten fertig geworden ist, soll einen Tatort bewachen, den die Forensiker am nächsten Morgen untersuchen möchten. Kollegin Lesley holt gerade Kaffee, als ein kleiner Mann im abgetragenen Anzug beginnt, Peter die Geschehnisse des Abends zu schildern. Im Laufe des Gespräches erkennt Peter, dass er sich mit einem Geist unterhält; trotzdem erscheint ihm überhaupt nichts unwirklich. Natürlich glaubt ihm kein Mensch. Als er am nächsten Abend noch einmal mit dem Geist reden möchte, wird er von Detectiv Chief Inspector Thomas Nightingale angesprochen – und kurze Zeit später ist er der erste Zauberlehrling der Londoner Polizei seit fünfzig Jahren.

Ben Aaronovitch: „Die Flüsse von London.", dtv, € 9,95


Nichts für zarte Gemüter.

Lübeck im März 1392. Bei Brunnenbauarbeiten finden die Brüder Allrich und Nantwig eine Leiche - mit einem Stein anstelle des Herzens. Eigentlich will Ratsherr Rungholt absolut nichts mit diesem Fall zu tun haben! Seit er vor einem guten Jahr einen Mordfall („Rungholts Ehre") aufgeklärt und dadurch seinen Gesellen Daniel vor dem Galgen gerettet hat, hält er sich lieber zurück, denn die Ermittlungen hatten schlimme Erinnerungen geweckt. Doch als der Richtvogt Kerkring ihm zur Belohnung das Braurecht anbietet, kann er nicht anders und stimmt zu. Bald werden noch mehr grausam zugerichtete Tote gefunden, jeder einzelne hatte einiges auf dem Kerbholz: ein Wahnsinniger scheint Sünder zu bestrafen…
Derek Meister zeigt das Mittelalter ungeschönt, er legt seiner Hauptperson Rungholt gerne drastische Worte in den Mund und er verschont den Leser nicht mit grausigen Details. Aber zugleich bietet er eine anschauliche Darstellung der Hansestadt Lübeck und tolle Personenbeschreibungen – und damit sehr spannende Unterhaltung.

Derek Meister: „Rungholts Sünde.", Blanvalet Verlag, € 9,99


Es sollte ein Neubeginn sein.


Rund ein Jahr nach dem tragischen Unfalltod ihrer Familie reist Anna Silber nach Barcelona, um in den Straßen der Heimatstadt ihrer Mutter zur Ruhe zu kommen. Ein einziges Mal war sie als Kind in Barcelona – sie hofft, sich dort der Momente des Glücks zu erinnern und gleichzeitig zurück ins Heute zu finden. Kaum ist sie angekommen, „stolpert" sie fast über einen Toten. Und es bleibt nicht der letzte, denn der Lebensgefährte ihres Busenfreundes ist Kriminalkommissar und hat gerade eine Mordserie aufzuklären. Annas Gespür für Zusammenhänge, in vielen Arbeitsstunden in der Detektei ihres Vaters geschult, ihre Neugier und einige Zufälle sorgen bald dafür, dass sie sich, eigentlich ganz gegen ihren Willen, inmitten der Ermittlungen befindet…
Viel Liebe zur Stadt, enorme Ortskenntnisse und eine gute Wahrnehmung der politischen und sozialen Ungerechtigkeiten, außerdem eine ausgesprochen bildhafte und schöne Sprache: Stefanie Kremser beweist  mit ihrem ersten Kriminalroman ihr Können.

Stefanie Kremser: „Die toten Gassen von Barcelona". KiWi Verlag, € 8,99




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