Bilderbuch Lieblinge in 2019 - 2018 - BUCHHANDLUNG

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unsere Bilderbuch-Lieblinge in 2018:



Zum Mitmachen!

Ein Monster in einem Buch! Das darf doch nicht sein. Und darum muss man alles versuchen, um das Monster aus dem Buch herauszubekommen: Man kann das Buch in beide Richtungen kippen, wild schütteln, feste pusten – und das Monster an den Füßen kitzeln, das kann man auch. Aber das Monster lässt sich gar nicht vertreiben, alles nutzt nichts. Erst wenn man es ganz laut – und noch lauter – anschreit, dann verschwindet es. Ins Zimmer. Will man ein Monster im Zimmer?!?

Tom Fletchers Geschichte ist ausgesprochen unterhaltsam und besonders für Kinder, die das „nur Zuhören“ schwierig finden, eine willkommene Abwechslung im Vorlesealltag; die plakativen Illustrationen von Greg Abbott passen auch hervorragend zum Text. Außerdem enthält das Buch eine nicht unwichtige Botschaft, die noch dazu ohne erhobenem Zeigefinger dargestellt ist: Ist das, was ich mir wünsche, wirklich gut? Oder gibt es Schwierigkeiten, wenn mein Wunsch in Erfüllung geht?

Tom Fletcher / Greg Abbott: „Kleines Monster, komm da raus!“, 978-3-570-17553-8, Verlag cbj, € 13,00

Loslassen …

Frau Treuherz ist Klavierlehrerin. Morgens übt sie für sich, nachmittags unterrichtet sie. Und manchmal macht sie danach einen Sparziergang, der Heimweg führt am Geflügelhändler vorbei durch die Einkaufsstraße. Eines schönen Nachmittags steht da ein Käfig und darin ein großer, kräftiger, schneeweißer Enterich – sie weiß gleich, dass er Ellington heißen müsse: „Er schaute sie um Hilfe bittend an. Ja, er meinte wirklich sie. Wenn jemand einen so anschaut und wenn man ihm dazu noch einen Namen gegeben hat, ist man für ihn verantwortlich. So kaufte Frau Treuherz Ellington.“ Doch was macht man mit einem Enterich? Ein wirkliches Haustier ist das ja nicht. Und wenn so ein Tier nicht so leben kann, wie es für es gut ist, dann sucht es Wege, seine Bedürfnisse mitzuteilen – und die sind manchmal ganz anders, als wohlmeinende Menschen es denken.

Zart illustriert, nicht allzu bunt, deutlich in Text und Bild: „Ellington“ ist ein Bilderbuch darüber, dass Lebewesen (und da sind wir Menschen eingeschlossen) mehr brauchen als Nahrungsmittel. Und darüber, dass es sich lohnt, für alle Seiten lohnt, auch für Frau Treuherz, die sich schweren Herzens von ihrem Enterich trennen muss, den Bedürfnissen gerecht zu werden. Ein wichtiges Buch: Für große und kleine Menschen.
Marlies Bardeli / Ingrid Godon: „Ellington“, Peter Hammer Verlag, € 16,00

Aus zwei mach drei …

„Der Bär und das Murmeltier treffen sich jeden Nachmittag. Sie spielen Darts und gehen zusammen auf Schatzsuche. Der Bär tanzt, und das Murmeltier singt. Sie tun so, als wären sie Stars. Was für ein Spaß!“

Es könnte alles genauso schön weitergehen: Tagsüber beschäftigen sie sich mit lustigen Spielen, abends liegen sie im Gras und genießen das Leben. Wenn nur nicht der Bär eines Tages einfach so die Ente eingeladen hätte, dazu zu kommen! Das Murmeltier ist so richtig sauer und während der Bär Kuchen backt und Saft macht, schreibt es ein Schild – „Bitte nicht stören! Wir sind nicht zu Hause!“ …

Natürlich kommt es anders, als das Murmeltier es sich vorstellt, denn auch wenn die Ente zurückhaltend und vorsichtig ist, ein bisschen neugierig ist sie schon. Eulalia Canal und Rocio Bonilla fabulieren aufs Feinste und illustrieren sehr gekonnt – und so ist dieses entzückende Bilderbuch gerade keines mit erhobenem Erziehungszeigefinger. Sondern eines, das die Freude am Miteinander in den Vordergrund stellt.

Eulàlia Canal / Rocio Bonilla: „Der sind keiner zu viel“, Ellermann Verlag, € 14,99

Mal ganz anders ...

"Bäh - Stell dich doch einmal vor einen Spiegel und sieh dir deine Zunge genau an! Auf der Zunge kannst Du winzige Buckel erkennen. Mit diesen Hubbeln kannst du schmecken, ob eine Speise süß, sauer, bitter oder salzig schmeckt. Besonders die Zungenspitze ist sehr beweglich. Einige Menschen können ihre Zunge sogar einrollen, Du auch?" Diese Sätze finden sich auf der Doppelseite, die mit "Zunge" überschrieben ist und zeigen, auf welch einfachem und genialem Prinzip dieses Bilderbuch beruht: Erst werden mit wenigen Sätzen und sehr nachvollziehbar wir Menschen beschrieben, und dann folgen jeweils einige Tiere, die dieses Körperteil auch besitzen. Allerdings in völlig anderer Form: Die Zunge des Frosches zum Beispiel ist lang und klebrig, er fängt damit die Beute einfach aus dem Flug. Die des Okapis hingegen ist so kräftig, dass es damit Blätter vom Baum reißen kann. Und Augen und Ohren kann es sich auch noch damit reinigen.
Jeweils vier bis fünf Tiere werden uns Menschen so gegenübergestellt. Das ist, gerade weil es in so gut fassbare Kurzkapitel unterteilt ist, bereits für Kinder ab 4 Jahren interessant - und pfiffig ist es sowieso.

Svenja Ernsten & Tobias Pahlke: "Muss der Löwe zum Friseur?", Kosmos-Verlag, € 12,99, ISBN 978-3-440-15589-9

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